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Special
Feb. 28, 2019 | 13:00 Uhr

Im kommenden Patch 8.1.5 von World of Warcraft nimmt die Geschichte eine düstere Wendung. Ein alter Gott zieht uns vollends in seinen Bann.

Mit dem Patch 8.1.5 von World of Warcraft wandelt sich die Story von Battle for Azeroth langsam aber sicher. Der Konflikt zwischen Horde und Allianz rückt in den Hintergrund, während die Spieler und die Alten Götter an Aufmerksamkeit gewinnen. Gegenwärtig deutet alles darauf hin, dass die Spieler zu Dienern des Alten Gottes N’Zoth werden …

Die Kollegen von wowhead haben dazu viele Informationen zusammengetragen, auf die wir hier eingehen wollen.

Spoilerwarnung: Der Artikel enthält jede Menge Spoiler zu den Inhalten vom kommenden Patch 8.1.5 und darauf basierenden Spekulationen. Ihr wurdet gewarnt.

Wir bauen uns die eigene Gefahr

In Patch 8.1.5 gibt es einen kleinen Mini-Raid, der nur aus zwei Bossen besteht. Im Tiegel der Stürme treten die Spieler gegen Diener von N’zoth an, um einige Relikte aus dem Tiegel zu sichern.

Das Absurde daran ist jedoch, dass wir als Spieler diese Relikte selbst in den Tiegel gebracht haben. In einer Questreihe mit Xal’atath, der ehemaligen Klinge der Schattenpriester, sammeln wir drei mächtige Relikte und bringen sie N’Zoth als Opfergabe. Zumindest wird uns das von Xal’atath erzählt.

Tatsächlich erklärt Xal’atath dem Alten Gott N’Zoth jedoch, dass sie etwas ganz anderes gebracht hat: die Spieler.

„Hört mich an, Gott aus der Tiefe! Ich habe Euch den Öffner gebracht… den Bringer der Wahrheiten … das Leuchtfeuer, das den Weg erhellt!“

Xal’atath

Anschließend bekommen Spieler „Die Gabe von N’Zoth“ und werden von dem Alten Gott auf eine Art und Weise korrumpiert, die wir noch nicht völlig verstehen. Fakt ist jedoch, dass wir korrumpiert wurden.

Rückkehr in den Raid

Kurz darauf bekommen die Spieler von den Anführern der Horde und Allianz den Auftrag, in den Tiegel der Stürme zurückzukehren, um genau die drei Relikte, die wir zuvor dorthin gebracht hatten, zurückzuholen. Dabei erscheint keines der Artefakte auf den ersten Blick mächtig genug, um eine wirklich verheerende Bedrohung zu sein.

Es ist nicht mehr als ein simpler Grund, um noch einmal in den Tiegel zurückzukehren. Die drei Relikte sind das, was man in Geschichten als „Plot Device“ bezeichnet. Objekte, die nur dem Zweck dienen, eine Geschichte voranzutreiben. Hier wurden sie sehr stumpf eingeführt, allerdings nicht von vermeintlich schlechten Schreibern bei Blizzard, sondern als Teil des Plans von N’Zoth.

Wir haben die Relikte selbst in den Raid gebracht, um sie später zurückholen zu müssen. Genau so, wie N’Zoth das wollte.

Die Bedeutung des Tiegels der Stürme

Allein der Name des Schlachtzugs gibt schon einen kleinen Hinweis darauf, dass mit den Spielern etwas geschieht. Denn ein Tiegel ist eigentlich ein Gefäß, in dem ein Material erhitzt und dann in eine andere Form gebracht wird. Dieses Material scheinen die Spieler-Charaktere zu sein und die Form genau das, was N’Zoth aus uns machen will.

Ein Diener für seine Pläne, die man bisher nur schwer abschätzen kann.

Das ist nicht nur eine Theorie, sondern wird von den Bossen im Raid quasi bestätigt. Die beiden Bosse haben nicht die Aufgabe, die Spieler zu töten, sondern nur sie zu testen.

Die Prüfungen durch die Bosse

Der erste Boss „Die rastlose Kabale“ hatte eigentlich die Aufgabe, die drei Relikte für N’Zoth zu suchen, was der Spieler ihm abgenommen hat. Es gibt eigentlich keinen Grund mehr für die Kabale, an diesem Ort zu verbleiben – außer als Teil einer Prüfung für die Spieler. Sie verspotten die Spieler immer wieder und erklären, dass sie „nicht würdig“ seien. Genau diese Würdigkeit wird aber gerade geprüft.

Beim zweiten Boss, „Uu’nat, Vorbote der Leere“ ist diese Aufgabe noch deutlicher. Er spricht während des Kampfes mit N’Zoth und dabei wird eindeutig klar, dass die Spieler getestet und geformt werden.

Uu’nat: „Diese niederen Sterblichen entweihen euren Schrein, Meister. Lasst sie uns ertränken und ihre Missachtung hinfortspülen!“
N’Zoth: „Geduld… Geduld. Sie könnten sich noch als würdig für mein Geschenk erweisen. Ich werde ihre Träume kosten … ihr Fleisch.“
Uu’nat: „Es sei, wie ihr befehlt! Sie werden dienen … oder sie werden sterben!“

WoW Nzoth Uunat three relics
Uu’nat mit den drei Relikten. Bildquelle: wowhead

Besonders verräterisch ist dabei der Spruch, den Uu’nat von sich gibt, wenn der ganze Raid stirbt. Dann sagt er nämlich:

„Sie waren nicht jene, die ihr gesucht habt, Meister. Wir werden andere finden, die den Weg öffnen.“

Doch auch nach erfolgreichem Kampf gegen Uu’nat gibt es noch einen kurzen Dialog.

Uu’nat: Meister … sie sind … würdig …
Uu’nat: Alles … soll… erwachen …
N’Zoth: Ja… Ihr seid wahrhaftig jene, die ich suche. Jene, die das Blatt wenden werden. [siehe Anmerkung weiter unten]
N’Zoth: Erhaltet nun die größte aller Gaben. Mein Traum ist der eurige geworden. Der Kreis der Sterne aus Fleisch geformt.
N’Zoth: Sie wird Euch den Weg weisen. Kommt … Kommt. Die Stunde naht, in der alle Augen geöffnet sein werden.

Hierbei ist auch wichtig, dass ein paar Dinge womöglich in der Übersetzung verloren gingen. Denn im Englischen sagt N’Zoth nicht „das Blatt wenden“ sondern „Turn the Tides“ was in stumpfer wörtlicher Bedeutung „Die Fluten drehen“ oder auch „die Strömung bezwingen“ bedeuten kann. Das wiederum würde gut mit dem kommenden Raid zusammenpassen, in dem wir gegen Azshara kämpfen – die Herrin des Meeres. Womöglich ist auch ihr Tod nur ein weiterer Schritt im Plan von N’Zoth.

Wer ist „Sie“? Wer wird den Weg weisen?

Die Sprüche der Alten Götter haben schon immer für Spekulationen gesorgt. Vor allem N’Zoths letzter Satz regt zum Nachdenken an. „Sie wird Euch den Weg weisen“ lässt mehrere Interpretationen zu und passt auch zu einem Spruch eines anderen Bosses, Il’gynoth. Der sagte nämlich „In der Stunde ihres dritten Todes läutet sie unser Erscheinen ein“.

Damals dachte man, dass es sich dabei um Azeroth, Alleria oder Sylvanas handeln könnte. Jetzt scheint eine andere Person wahrscheinlicher zu sein: Azshara.

Denn auch sie ist metaphorisch bereits zwei Mal gestorben. Einmal mit dem Untergang ihres Königreiches und ein zweites Mal mit ihrer Transformation in die Königin der Naga (beides erlebt man im Cinematic Kriegsbringer: Azshara).

Wir wissen, dass wir in Patch 8.2 nach Naz’jatar reisen, das irgendwie „aus den Tiefen erhoben“ wird. Dadurch haben wir Zugang zu den Tiefen der Meere. Und was genau könnte sie uns in den Tiefen der Meere für einen Pfad weisen? – Richtig, den weiteren Weg in die Tiefe, zur versunkenen Stadt der Alten Götter, Ny’alotha.

Bisher ist das alles natürlich nur schwammige Theorie mit vielen Hinweisen und daher mit Vorsicht zu genießen.

WoW Nzoth full artwork

Klar scheint auf jeden Fall zu sein, dass wir als Spieler zur Schachfigur von N’Zoth geworden sind. Auch wenn das aktuell keine ersichtlichen Auswirkungen hat, scheinen die Spieler das nächste große Problem von Azeroth selbstständig herbeizurufen, indem sie vom Alten Gott instrumentalisiert werden.

Was haltet ihr von diesen Story-Entwicklungen? Ist es cool, dass die Spieler auch mal ausgenutzt und damit quasi zum „Bösen“ werden? Oder glaubt ihr, dass die Spieler „noch die Kurve kriegen“ und N’Zoths Plan scheitern wird?

Übrigens passen diese kleinen Puzzleteile sehr gut mit anderen Theorien von Fans zusammen, die wir in den vergangenen Tagen und Wochen erläutert haben:

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