Post banner
News
May. 02, 2019 | 11:01 Uhr

Die Schamanen der WoW-Gilde Method haben es nach jedem Versuch im Raid eilig. Mit einem interessanten Trick wollen sie sich den First Kill schnappen.

Wer in World of Warcraft aktuell die Streams von Method verfolgt, die noch immer versuchen, den Endboss Uu’nat im Tiegel der Stürme zu besiegen, der dürfte etwas Merkwürdiges festgestellt haben. Nach jedem gescheiterten Versuch verschwinden die Schamanen des Raids für einige Sekunden. Der Grund dafür ist das Ausnutzen eines kleinen Exploits, mit dem sich die Cooldowns zurücksetzen lassen.

Was macht Method genau? Nachdem Schamanen im Kampf ihre Reinkarnation genutzt haben, müssen sie eigentlich 30 Minuten warten, bevor sie den Zauber erneut wirken können. Dann müsste aber der ganze Raid auf diese Abklingzeit warten. Stattdessen hat Method drei Spieler abgestellt, die in der Instanz „Endzeit“ beim letzten Boss warten. Dort steht eine für den Endboss notwendige Sanduhr. Das Verwenden der Sanduhr setzt alle Abklingzeiten des Charakters zurück.

Warum ist das wichtig? Schamanen können sich einmal alle 30 Minuten per Reinkarnation selbst wiederbeleben. Diese Wiederbelebung zählt nicht als „Combat-Rezz“ und zum allgemeinen Limit der Wiederbelebungen pro Kampf. Die Idee ist nun, dass die Schamanen sich einen besonderen Debuff (Sturm der Vernichtung) einfangen, der über eine gewisse Dauer extrem hohen Schaden am ganzen Raid verursacht. Die betroffenen Schamanen lässt man sterben, wodurch auch der Schaden am Raid endet.

Anschließend beleben sich die Schamanen wieder und nehmen normal am Kampf teil, ohne eine Raid-Wiederbelebung verschwendet zu haben.

Ist das von Blizzard so gewollt? Bisher haben sich die Entwickler nicht zum Ausnutzen dieser Mechanik geäußert. Strenggenommen handelt es sich dabei aber um ein Feature, das genau so geplant war. Immerhin soll die Sanduhr alle Abklingzeiten zurücksetzen. Dass dies nun verwendet wird, um einen Boss einer ganz anderen Erweiterung zu bezwingen, dürfte allerdings nicht beabsichtigt sein.

Es wäre möglich, dass Blizzard die Sanduhr in einem kommenden Patch anpasst. Ob die Entwickler dies als Exploit werten und später Strafen verteilen, bleibt noch abzuwarten.

Method ist schon bei 2%: Mit dieser Strategie gelang es Method bereits, Uu’nat auf 2% seiner Lebenspunkte zu bringen. Mit mehr als 650 Versuchen ist er einer der schwersten Bosse, gegen den die Profis je gekämpft haben. Es ist davon auszugehen, dass Uu’nat innerhalb der nächsten Stunden endlich bezwungen wird.

Erst kürzlich wurde Uu’nat etwas generft:

Mehr zum Thema
WoW nerft den aktuellen Raidboss – Reicht das nun für den First Kill?

Was haltet ihr von dieser Vorgehensweise? Ist das eine kreative Idee, um mehr Versuche in kürzerer Zeit zu haben? Oder sollte man sich von so einem Vorgehen distanzieren, da es ein klarer Exploit ist?

Tolle Specials, heiße News und interessante Infos zu World of Warcraft findet Ihr auch auf unserer WoW-Seite auf Facebook.

von Cortyn
number-of-comments