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Aug. 03, 2018 | 10:24 Uhr

Bei Star Citizen tobt eine Diskussion um Pay2Win. Der Entwickler gibt da ein interessantes Statement ab: In seiner Space Simulation könne es gar kein „Pay2Win“ geben, weil ja niemand richtig gewinnen kann.

Was ist passiert? Bei Star Citizen kam es in den turbulenten Foren zu einer Aufregung um das „Ingame-Geld.“

Bis dahin konnten Spieler nur eine bestimmte Summe an Ingame-Geld (UEC) sammeln, aber die wurde durch ein Höchst-Cap begrenzt. Diese Begrenzung wurde aufgehoben – ab sofort können Spieler so viel Star-Citizen-Geld sammeln, wie sie möchten – wenn auch mit einem täglichen Cap.

Star-Citizen-Duo

Pay2Win-Vorwürfe branden erneut auf

Forum brennt: Das hat, wie so oft, bei Star Citizen zu einer Diskussion geführt, bei der zwei Gruppen die Deutungshoheit über diese Nachricht für sich beanspruchten.

  • Kritiker sagten: Das ist klar Pay2Win. Denen geht das Geld aus und jetzt wollen sie so mehr Kohle scheffeln. Dadurch können sich Leute, die mehr echtes Geld in Star Citizen stecken, einen noch größeren Vorteil erkaufen als ohnehin.
  • Verteidiger sagten: Das ist doch wieder nur Hate gegen das Spiel. Das ist eine Kleinigkeit, die gar nichts ändert. Das ist jedes Mal dieselbe Diskussion, da kommen gelangweilte Hater aus ihren Löchern, die unserem Spiel schaden wollen.

Was heißt Pay2Win? Pay2Win bedeutet, dass man sich mit echtem Geld Vorteile in einem Spiel erkaufen kann. Wann genau etwas Pay2Win ist, wird heiß diskutiert.

Für einige ist „jede Art von kaufbarem Vorteil“ schon Pay2Win. Für andere fängt Pay2Win erst dann an, wenn weitere Bedingungen erfüllt sind: Wenn die Vorteile besonders groß oder exklusiv sind und man ohne Geldeinsatz nicht mit den „Whales“ mithalten kann, die besonders viel Geld ausgeben..

star-citizen-polaris

Star Citizen ständig unter Pay2Win-Verdacht: Diese Pay2Win-Diskussion tobt seit Jahren um Star Citizen, mal schwellt sie an, mal flaut sie ab. Kritiker werfen Star Citizen vor, enorme Summen einzunehmen, indem sie den Spielern immer neue digitale Schiffe zu horrenden Preisen andrehen.

Verteidiger sagen aber, das sei alles okay und im Rahmen. Um echte Vorteile gehe es da nicht, man wolle das Spiel und die Entwicklung nur unterstützen.

Der letzte Höhepunkt der Diskussion war erreicht, als Star Citizen Land im Weltraum verkauft hatte.

Star Citizen meldet sich zu Wort

Das sagt Star Citizen: Die Firma hinter Star Citizen, CIG, hat sich zu der Geschichte geäußert und der Webseite MassivleyOp zwei Statements gegeben.

Zum einen erklärt man, dass man das allgemeine Geld-Cap im Rahmen der Weiterentwicklung des Spiels aufgehoben, aber durch ein tägliches Cap ersetzt habe.

Das sei eine Entwicklungs-Entscheidung gewesen, eigentlich sogar ein wichtiger Meilenstein, und habe nichts mit Marketing oder Sales zu tun gehabt.

Star-Citizen-Stadt

Ferner heißt es:

„Pay to Win“ – Was heißt denn „Gewinnen“ in Star Citizen? Wir haben Herausforderungen und Gameplay für jedermann, vom Solo-Spieler, der eine Aurora fliegt, bis zu riesigen Crews, die zusammen eine Idris betreiben. Wir entwickeln eine Weltraum-Simulation. Ich weiß nicht, wie man die gewinnen könnte. Das ist ja die eigentliche Idee: Du spielst, wie du spielen willst.

In WoW oder EVE haben Spieler doch auch einen Vorteil

Es heißt dann weiter: Man könne sich zwar mit Geld bessere Werte oder Fähigkeiten kaufen, aber keine magischen Kugeln, die alles töten. Alles, was man sich mit echtem Geld kaufen könne, ließe sich auch in Star Citizen erspielen.

Indem man es Spielern erlaube, Schiffe oder das Spielgeld zu kaufen, lasse man sie das Projekt unterstützen. Jedes Online-Spiel habe zudem eine Art von Ungleichgewicht. Wer heute WoW oder EVE starte, habe auch einen Nachteil gegenüber den Veteranen.

Die kompletten Statements auf Englisch findet Ihr hier auf MassivelyOp.

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von Schuhmann
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