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Mar. 06, 2019 | 09:57 Uhr

Mit dem kommenden Modul 16 „Undermountain“ kommt nicht nur eine neue Kampagne mit einem gigantischen Dungeon ins MMORPG Neverwinter. Die Entwickler führen so große Änderungen am gesamten Spiel durch, dass es fast schon ein neuer Titel wird. Daher gibt es Befürchtungen, dass dieses Update das Neverwinter zerstört, was viele bisher kannten.

Kommt Neverwinter 2.0?

Welche Änderungen bringt „Undermountain“ mit sich? Im Grunde wird mit der neuen Erweiterung fast alles am Spiel verändert. Dazu gehört etwa:

  • Die Klassen werden überarbeitet, um für eine neue Balance zu sorgen.
  • Viele Charakterwerte werden entfernt oder ersetzt. Es gibt etwa keine Rüstungsklasse mehr, dafür Konterwerte.
  • Lebensentzug und Erholung werden entfernt, damit der Fokus mehr auf Heilung gesetzt wird.
  • Das System der Gegenstandsstufen wird angepasst und eine Skalierung eingeführt.
  • Segen wird verändert und ist nun in Stufen eingeteilt.

Es gibt sehr viele Änderungen, welche aus Neverwinter fast schon ein neues Spiel machen. Kaum etwas bleibt beim Alten.

Neverwinter Undermountain Screenshot
Neverwinters Erweiterung „Undermountain“ bringt viele Änderungen ins Spiel.

Warum kommt es zu diesen Änderungen? Die Cryptic Studios möchten mit der Zeit gehen und ihr MMORPG anpassen, damit Neueinsteiger nicht überfordert sind. Es gibt viele Vereinfachungen, da das bisherige Regelsystem etwas komplex war. Neverwinter soll sich nach den Anpassungen flotter spielen und auch Casualplayer sollen gut reinfinden.

Was meinen die Spieler dazu? Die Community ist aktuell stark gespalten über die Änderungen. Es gibt viele, die der Meinung sind, dass diese Änderungen Neverwinter „zerstören“ und auch viel vom D&D-Regelwerk aus dem MMORPG nehmen. Zudem befürchten einige, dass Neverwinter zu stark vereinfacht wird.

wlurk502 schreibt etwa auf Reddit: „Das ist jetzt schon kein MMORPG für Idioten mehr, sondern ein MMORPG für Hirntote.“

Andere jedoch haben die Änderungen in einer frühen Form schon seit dem 1. März auf dem Preview-Server getestet und meinen, dass sich Neverwinter zwar jetzt anders spielt und man sich umgewöhnen muss, es aber nicht so schlimm ist, wie befürchtet.

Es gibt viel Kritik

Was sind die Haupt-Kritikpunkte? Es gibt gerade unter den „Hardcore“-Fans des MMORPGs einige Dinge, die ihnen besonders sauer aufstoßen:

  • Die Charakterentwicklung ist nicht mehr so komplex wie früher, da jeder dieselben Fähigkeiten, Boni, Verzauberungen und Runensteine nutzen kann.
  • Die neuen Feats ergeben für manche Klassen keinen Sinn und die Wahl ist stark eingeschränkt.
  • Crafting wurde generft, da Berufe nicht mehr eine so große Rolle spielen. Es macht kaum noch Sinn, meisterhafte Items herzustellen.
  • Heiler sind nun unerlässlich, da Lebensentzug und Erholung abgeschafft werden. Das macht das Solospiel schwieriger und die Heilerklasse ist nicht so ausgereift, dass es Spaß macht, diese zu spielen.

Darum ist die Situation so kompliziert: Es gibt so viele Änderungen an Neverwinter, die erst noch getestet werden müssen, um wirklich festzustellen, wie sich das MMORPG später spielt. Die Auswirkungen sind noch gar nicht abzusehen. Darüber hinaus könnten die Tests und auch die Kritik dazu führen, dass noch Anpassungen vorgenommen werden.

Selbst nach Release von Undermountain im Frühjahr kann es noch zu Optimierungen kommen. Dennoch ist es verständlich, dass derartig umfangreiche Änderungen an einem MMORPG den Spielern Angst bereiten.

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