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Apr. 03, 2019 | 09:58 Uhr

Die Polizei von Tokyo verhaftete vor einigen Tagen einen Mann, der Emails mir Morddrohungen an die Mitarbeiter von Square Enix verschickte. Der Grund war Pech im Gaming.

Was ist passiert bei Square Enix? Anfang Februar ist bei Square Enix eine Email mit beunruhigendem Inhalt eingegangen.

Darin hieß es: „Mitarbeiter von Square Enix! Morgen werde ich euch töten! Wascht eure Nacken und wartet!“ Damit sagte er aus, dass er die Mitarbeiter köpfen würde.

square enix hauptquartier tokyo
Das Hauptquartier von Square Enix in Tokyo

Um die Mitarbeiter zu schützen hat Square Enix daraufhin neue Sicherheitsvorkehrungen in dem Firmengebäude ergriffen und die Polizei von Tokyo alarmiert.

Der Absender der Email wurde schließlich am 29. März verhaftet.

Warum wurde die Droh-Mail verschickt? Nach seiner Verhaftung zeigte sich der Mann reuig. Er sagte gegenüber der Polizei:

Ich habe 200.000 Yen (knapp 1,600€) für ihr Spiel ausgegeben und konnte das Item nicht bekommen, das ich haben wollte.

Welches Spiel genau er gespielt hat, ist nicht klar, allerdings wird es wohl um ein free-2-play Game mit Gacha-Elementen handeln. Gacha-Games sind im Grunde die asiatische Version der Loot-Boxen.

Seit September letzten Jahres sind bei Square Enix mehr als 30 solcher Droh-Mails eingegangen. Nach den Absendern dieser Mails wird noch gefahndet.

final fantasy brave exvius gacha

Morddrohungen sind Alltag in der Industrie: Es ist mittlerweile leider nicht ungewöhnlich, dass Gaming-Entwickler Morddrohungen wegen ihren Spielen erhalten.

  • Die Ankündigung von FFXIII auf der Xbox 360 in Japan hat dem damaligen Präsidenten von SE Yoichi Wada auf Twitter Beleidigungen und Morddrohungen beschert.
  • Bei dem ehemaligen Mitarbeiter von Infinity Ward Robert Bowling gingen die Drohungen so weit, dass er verdächtige Päckchen nachhause geliefert bekam.
  • Jennifer Hepler, Narrative Designer für Dragon Age 1 und 2, hat neben Morddrohungen gegen sich, auch welche gegen ihre Kinder und andere Familienmitglieder erhalten.

Die Liste solcher Fälle geht noch endlos weiter. Aber zumindest einer dieser Leute kann seinen Kopf erst mal bei der Polizei abkühlen.

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