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Apr. 22, 2019 | 16:19 Uhr

Während eines eSport-Turniers in Maryland, USA wurde der Sieger des Turniers mit einer toten Krabbe beworfen. Nach seinem Finalsieg in Super Smash Bros. Melee, wurde der Team-Liquid-Spieler Juan „Hungrybox“ DeBiedma beinahe von dem toten Tier getroffen und fand das gar nicht lustig.

Was ist beim Turnier passiert? Beim „Pound 2019“ traten mehrere Spieler in Super Smash Bros. Melee an, dem Smash-Bros-Ableger für den Gamecube von 2001. Trotz des Alters des Spiels hat es noch immer eine große und aktive Community.

Das Event wurde vom 19. bis zu, 22- April abgehalten und neben Melee wurde auch das neue Super Smash Bros. Ultimate gespielt. Sieger des Einzelturniers wurde Hungrybox, der den Cloud-9-Spieler Joseph „Mango“ Maquez besiegte und sich damit knapp 3000$ Preisgeld erspielte.

Ein Fan war damit aber offenbar nicht einverstanden. Kurz nach seinem Sieg verfehlte Hungrybox eine aus dem Publikum geworfene Krabbe nur knapp am Kopf. Er hob sie auf und wandte sich empört ans Publikum.

Wer ist Hungrybox? Hungrybox ist schon seit einigen Jahren ein bekannter Name in der Community von Super Smash Bros. Melee. Er zählt zu den besten Spielern der Welt, ist aber auch einer der unbeliebtesten.

Der Unmut der Community über Hungrybox rührt von seinem Spielstil her. Hungrybox bevorzugt den Charakter Pummeluff für seine Kämpfe, ein Charakter, der von vielen als „gegen die Meta“ angesehen wird.

Eine Eigenheit von Pummeluff ist es aber auch, Runden zu verlangsamen. Durch die Fähigkeit, Gegner einzuschläfern, kann Pummeluff häufig entscheiden, wann und wie Kämpfe stattfinden. Hungrybox ist deswegen für einen langsamen Spielstil und als „Camper“ bekannt, was viele Fans langweilig finden.

Für seine heftige Reaktion entschuldigte sich Hungrybox später auf Twitter, auch wenn die meisten Fans ihm ohnehin nicht böse waren sondern ihn verstehen konnten.

So stehen die Veranstalter dazu: Noch während der Szene zeigten sich die Moderatoren des Events empört und riefen die Fans dazu auf, ein wenig Respekt zu zeigen. Eine tote Krabbe zu werfen ginge gar nicht.

Der Werfer wurde kurz darauf identifiziert und von der Veranstaltung ausgeschlossen. Die Organisatoren wollten zwar den Namen nicht öffentlich machen, aber ihn mit anderen eSport-Veranstaltern teilen.

Sie wollen so erreichen, dass der Krabben-Werfer dauerhaft für jegliche Events gesperrt wird, um zu zeigen, dass auf so etwas reagiert wird.

Wie würdet Ihr mit dem Krabben-Werfer verfahren?

Während in den USA solche Szenen auftauchen, ist eSport in Deutschland noch am Wachsen:

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