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Oct. 19, 2018 | 17:56 Uhr

Cortyn hat viel Spaß in Heroes of the Storm. Zumindest dann, wenn man es nicht spielen muss!

Meine Beziehung zu Heroes of the Storm ist zwiegespalten. Eigentlich liebe ich das Spiel. Ich mag die Idee, mit den berühmten Blizzard-Helden in die Schlacht zu ziehen. Ich mag es, mir im Vorfeld Skillungen zu überlegen oder im Team coole Ideen für verheerende Ultimate-Kombinationen auszudenken.

Ich liebe es, in den 30 Sekunden vor dem eigentlich Match-Beginn noch ein bisschen herumzualbern, „Pseudo-RP“ zu machen und sich auszudenken, was die verschiedenen Helden wohl zueinander sagen würden, wenn sie aufeinander treffen.Heroes-of-the-storm-sommerevent

Doch dann beginnt das, was immer weniger Spaß macht: Das eigentliche Match, was viel zu oft in einer Katastrophe endet.

Es ist nicht das Verlieren an sich, was mir keinen Spaß macht. Auch in anderen MOBAs, wie etwa SMITE, gehört Verlieren zur Tagesordnung. Aber da machte es mir nichts aus, wenn man verliert.

Es ist die Art und Weise und die Häufigkeit, mit der in Heroes of the Storm verloren wird.

In meinem Freundeskreis sind wir alle keine „Profi“-Spieler von Heroes of the Storm, sondern spielen das Spiel eindeutig Casual. Von daher ist auch „Quick Match“ eher unsere Spieloption – so kann jeder den Helden spielen, den er oder sie möchte und es kommt zu keinen Streitigkeiten beim Draft.heroes-of-the-storm-leoric

Gibt es eigentlich ein Matchmaking?

Was wir uns immer wieder fragen: Gibt es überhaupt ein gescheites Matchmaking für „Quick Match“?

Die einzige Konstante scheint zu sein: „Wenn Team A einen Heiler hat, dann bekommt auch Team B einen Heiler“. Anders kann ich mir nicht erklären, wie Matches zustande kommen, in denen 4 Assassinen mit einem Spezialisten gegen ein Team mit zwei Tanks und der eierlegenden Wollmilchsau Varian (der sowas von aus dem Spiel entfernt gehört!) antreten müssen.

Oft kommt es zu Kombinationen, in denen 4 oder gar 5 „weiche“ Helden gegen ein ausgeglichenes Team antreten müssen. Es fühlt sich nicht fair an und Spaß kommt dabei nicht auf.Heroes of the Storm

Überfahren oder überfahren werden

Der zweite störende Punkt ist die Ausgeglichenheit der Spielerstärke. Klar, in jedem Spiel kommt es gelegentlich vor, dass man vom gegnerischen Team komplett überwältigt wird und keine Chance hat. Doch in Heroes of the Storm scheint das in gut 4 von 5 Matches der Fall zu sein.

Oft werden wir vom gegnerischen Team so dermaßen überfahren, dass man sich schon nach 5 Minuten einen „Aufgeben“-Button wünscht. Alternativ ist man selbst die „überfahrende“ Seite und rollt einfach über die Gegner drüber. Beides fühlt sich nicht gut an. Beides ist keine spaßige, unterhaltsame Spielerfahrung.

Wer jetzt denkt „Ach, Cortyn übertreibt sicher“, der irrt. Hier mal einen Screenshot aus der Match-History einer Freundin, die ziemlich repräsentativ ist:

HotS Loss History

Da kommt Freude auf.

1 Sieg in 12 Matches. Und dieser eine Sieg kam auch noch im wöchentlichen „Brawl“ zustande, einem Modus, in dem ohnehin der Zufall weitestgehend über Sieg und Niederlage entscheidet.

Genau das gibt es immer wieder. Häufig reichen zwei oder drei Matches aus, damit wir in der Gruppe nicht nur denken „Reicht für heute wieder“ sondern „Was für weggeschmissene Lebenszeit“. Und das ist schade, bei einem Spiel, das auf dem Papier so viel Spaß machen könnte.

Und so komme ich zu meinem Fazit: Heroes of the Storm macht einfach mehr Spaß, solange man es nicht spielt. Einmal wieder damit angefangen, ist man extrem schnell frustriert.

Da helfen nicht einmal verdammt coole Helden wie Mephisto, Mal’Ganis oder meine geliebte Whitemane

von Cortyn
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