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Oct. 18, 2018 | 14:30 Uhr

Rockstar Cames und ihre Mutterkonzern Take-Two Interactive gehen radikal gegen die Macher von Cheats für GTA 5 Online vor. Mehrere Spieler, die als mutmaßliche Schöpfer und Vertreiber des beliebten Cheats „Infamous“ gelten, bekamen Besuch von den Behörden. 

Was ist „Infamous“? Bei Infamous handelt es sich um eine Cheat-Software für GTA 5 Online. Spieler, die sich diesen Cheat für etwa 35€ erworben haben, bekamen Zugriff zu einem Menü, mit dessen Hilfe sie unendliche Mengen an Geld, Waffen, Munition, Fahrzeugen und weiterer Gegenstände generieren konnten.

Die Spieler waren durch Infamous aber auch in der Lage sich beliebig zu teleportieren oder andere Spieler spontan explodieren zu lassen. Features, die die Schöpfer des Cheats in Trailern beworben haben:

Was ist passiert? Im April 2018 erschienen auf Reddit und in verschiedenen Mod-Foren Threads darüber, dass das Menü von Infamous plötzlich aufgehört hat zu funktionieren. Die Spieler waren empört, weil sie für den Cheat Geld bezahlt haben und die Verkäufer dazu kein Statement veröffentlicht hatten. Auch der Discord-Server von Infamous war weg. Niemand wusste was los war.

Es stellte sich heraus, dass Rockstar und Take-Two gegen die Macher des Cheats vorgingen und veranlassten, dass die Seite und der dazugehörige Server offline genommen wurden. Als der Cheat wieder gepatcht wurde, beschlossen Rockstar und Take-Two die Angelegenheit gerichtlich zu regeln.

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In Australien haben die Firmen daher einen Gerichtsbeschluss für die Durchsuchung der Häuser und Autos der Verdächtigen nach Beweisen für Cheater-Aktivität erwirkt. Alle Files, die im Zusammenhang mit der Infamous-Software gefunden und sichergestellt wurden, wurden daraufhin gelöscht.

Was war die Strafe? Den Machern des Cheats ist es verboten worden neue Cheating-Software zu produzieren oder Updates für die bestehenden Cheats veröffentlichen. Andernfalls droht ihnen eine Freiheitsstrafe. Die Webpages, über die Infamous vertrieben wurde, bleiben offline.

Zudem wurden die Konten der Verurteilen eingefroren. Dazu gehörten auch PayPal-Accounts und Accounts mit Crypto-Währung drauf. Insgesamt haben die Infamous-Schöpfer knappe 180.000 Euro durch den Verkauf des Cheats reinholen können. Das Geld können sie jetzt nur für die Deckung der grundlegenden Lebenskosten abheben.

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Vorgehen der Firmen gegen Cheater wird drastischer

Fälle von Klagen gegen Cheater häufen sich: Es ist nicht das erste Mal, dass Rockstar und Take-Two gegen Hersteller von Mods und Cheats gerichtlich vorgehen und sie sind auch nicht die einzigen. Auch Epic Games, der Entwickler von Fortnite, hat schon mehrfach ihre schweren Geschütze ausgefahren, um gegen Cheater-Software vorzugehen.

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Erst letzte Woche haben zwei Youtuber, Golden Modz und Excentric, eine Klage von Epic abkassiert. Sie haben auf ihrem Youtube-Channel Cheats für Fortnite beworben und diese als „Magie“ bezeichnet. Und sogar gegen einen 14-jährigen ist Epic schon mal vorgegangen.

Die Firmen wollen also offensichtlich ein Exempel statuieren dazu was passiert, wenn die Hersteller von Cheats für ihre Spiele zu bekannt werden.


Man kann aber auch ohne Cheating viel Geld in GTA V Online verdienen:

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von Irie
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