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Apr. 23, 2019 | 16:02 Uhr

Der Fortnite-Streamer Ninja war ursprünglich durch seine vulgären Stream auf Twitch bekannt. Seit er aber auf dem Höhepunkt seines Erfolgs angekommen ist, wurde er netter und familienfreundlicher. Er sagt, dass er das für den allgemeinen Ruf des Gamings macht.

Das sagt der Streamer zu seinen Wutausbrüchen: Viele seiner Zuschauer wünschen sich den alten Ninja zurück, der kein Blatt vor den Mund genommen hat und schon mal in wüste Schimpf-Tiraden ausbrach, wenn es ein Gegner wagte, ihn zu besiegen.

Ninja hat nun auf diese Bemerkungen reagiert und erklärte, dass der neue Ninja besser für das Image des Gaming im Mainstream sei.

Er erklärt, dass kein vulgärer Streamer im Mainstream überleben könnte und sie den Ruf vom Gaming schlechter machen würden. Ninja wäre also mit Absicht so nett sein, weil es dem Gaming und dessen Image im Mainstream nütze.

So will Ninja den Ruf des Gamings verbessern

Diese Aussagen traf Ninja: In einem Stream ging Ninja auf die Thematik ein und sagte: „Die Dinge, die ich getan habe, und die Dinge, die ich nicht mehr sage, und dass die Mehrheit meiner Streams jetzt familienfreundlich sind, alle das mache ich für die Gaming-Community und den E-Sport.

Glaubst du, dass irgendetwas, was ich gesagt habe, als ich 21 und vulgär war, in den Nachrichten und im Fernsehen im Mainstream gezeigt werden würde? Nein, würde es nicht. Sie würden es nie zeigen.“

Was meint Ninja damit? Mit dieser Aussage setzt sich Ninja quasi als Kämpfer für den guten Ruf des Gamings in Szene. Wenn er mit seiner Reichweite weiterhin so vulgär streamen würde, dann würden die Medien nur negativ über ihn berichten.

Er würde als Beispiel dafür gelten, wie unreif und aggressiv die Gamer-Community ist und damit dem Image des Gamings weiter schaden.

Ninja ist, nach seinen Aussagen, also so familienfreundlich, damit die breite Masse ein positives Bild vom Gaming hat.

Das sagt Ninja zu anderen Streamern: Ninja geht ebenfalls auf andere Streamer ein und sagt:

„Packe irgendeinen anderen Streamer, der so spricht und flucht, wie er es tut, in die Mainstream-Medien. Meinst du nicht, dass die Medien ihn niedermachen und das Gaming dabei durch den Dreck ziehen würden?“

Die Gefahr sieht Ninja hier in den großen News-Netzwerken der USA und Social Media.

Kann man der Meinung von Ninja zustimmen? Fakt ist, dass Ninja auch außerhalb der Gaming-Community ein beliebtes Gesicht ist. So wurde beispielsweise für einen Superbowl-Werbespot gebucht und trat an Silvester auf dem Time Square auf.

Dafür ist es wohl wichtig, „brand-safe“ zu sein, also jemand zu sein, der vorzeigbar ist. Wäre er ein fluchender Krawallbruder hätte er wohl nicht die lukrativen Deal mit Red Bull bekommen. Es ist für ihn wichtig, vorzeigbar zu sein.

Daher ist an dem, was Ninja sagt, schon was dran. Wobei er selbst massiv von diesem „Mainstream-Erfolg“ persönlich und das sicher nicht nur „des Gamings willen“ macht, sondern auch des Geldes wegen.

Wie ist das in Deutschland? Der größte Streamer Deutschlands, MontanaBlack, ist bekannt für seine direkte, aber auch ehrliche Wortwahl. Zuletzt schrieb der Streamer ein Buch, welches promt ein Bestseller wurde. MontanaBlack kokettiert mit seinem Gangster-Image, achtet aber darauf, nicht so weit zu gehen wie andere deutsche Streamer.

So wurde ApoRed, nach eigenen Angaben, von Epic vorgeworfen, er sei nicht „brand-safe“: Dadurch erlitt der Nachteile in der Zusammenarbeit mit Epic.

Ein anderer Streamer, der gerne vulgär unterwegs ist, äußerte sich zuletzt auch zu Fortnite:

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