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Mar. 15, 2019 | 08:47 Uhr

Das MMORPG EverQuest erschien am 16. März 1999 und feiert damit morgen den 20. Geburtstag. Executive Producer Holly Longdale sprach mit PCGamer über die lange Erfolgsgeschichte und was das Spiel besonders macht.

Wie erfolgreich ist EverQuest heute? Dass EverQuest noch immer erfolgreich ist, sieht man an den inzwischen fünf Progression Servern. Dabei handelt es sich um Server, die wieder in der Ursprungsform von 1999 beginnen und nach und nach gepatcht werden. Etwas Ähnliches plant WoW mit den Classic Servern.

Beim Start des ersten Progression Servers 2015 war der Andrang sogar so groß, dass dieser abgestürzt ist. Einige Tage später wurde ein zweiter Server aufgesetzt und auch der brach zusammen.

Größere Spielerzahlen als noch 2015: Longdale berichtet darüber, dass die Spielerzahlen und Einnahmen seit Einführung der Progression Server nach oben gegangen sind. Aktuell hat EverQuest mehr Spieler als noch 2015.

Veil of Alaris ist die 18te Erweiterung von EverQuest, dem heute noch erfolgreichen MMORPG.
Veil of Alaris ist die 18te Erweiterung, die 2011 veröffentlicht wurde

Das macht EverQuest so besonders

Obwohl das Spiel optisch in die Jahre gekommen ist, ist es heute immer noch beliebt. Als Grund dafür bringt Longdale an, dass sich immer auf die aktuellen Fans konzentriert wurde.

Der Zusammenhalt der Spieler ist besser: Der Zusammenhalt unter den Spielern soll etwas ganz Besonderes sein. EverQuest war von Anfang an so designt, dass die Spieler miteinander spielen, sich absprechen und gemeinsam Aufgaben lösen mussten.

Das führte dazu, dass es einem nicht egal war, wenn die Mitspieler im Spiel gestorben sind. Es haben sich Communitys im Spiel entwickelt, die auch über viele Jahre zusammengespielt haben.

Longdale erzählt im Interview, dass Mechaniken wie das Kiting nie vorgesehen waren. So gab es dann aber doch die Möglichkeit, dass Spieler alleine unterwegs waren. Für die meisten Inhalte braucht man jedoch eine Gruppe.

So sieht EverQuest heute noch aus, nach über 20 Jahren Laufzeit.

Eltern und Kinder spielen zusammen: EverQuest hat eine verhältnismäßig alte Community. Entsprechend gibt es auch viele Geschichten darüber, wie Eltern als Kinder mit EverQuest angefangen haben und inzwischen ihre Kinder das Spiel ebenfalls spielen.

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Wie sieht es mit neuen Spielern aus? Auf neue Spieler fokussiert sich EverQuest eigentlich nicht. Dafür ist das Spiel zu sehr in die Jahre gekommen.

Man versucht eher, alte Spieler zurückzuholen und die aktuellen Hardcore-Fans zu beschäftigen. Darum gibt es auch die Progression Server, die viel Nostalgie mit sich bringen.

Gegner aus EverQuest, dem seit 20 Jahren immer noch aktiven MMORPG.

Was plant EverQuest für die Zukunft?

Das Spiel bleibt sich treu: Für die Zukunft möchte man sich weiterentwickeln, aber nicht die Identität verlieren. Man habe laut Longdale gelernt, dass die Spieler feinfühlig sind, was Neuerungen wie Raids und neue Gegenstände angeht.

Darum vermeidet man bewusst eine Überarbeitung zum Einstieg ins Spiel, wie man es bei Star Wars Galaxie gemacht hat. Damals verließen viele Spieler aufgrund dieser Neuerung das MMO.

Aktuell plant das Studio Daybreak kein Ende von EverQuest und es rentiert sich anscheinend auch noch, das Spiel zu entwickeln und neue Progression Server zu eröffnen.

Allerdings läuft nicht alles rosig beim Studio:

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