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Special
Jan. 17, 2019 | 12:00 Uhr

Wir haben bei den Entwicklern von The Elder Scrolls Online nachgefragt, wie den die Chancen auf einen Nachfolger ihres MMORPGs stehen. Also ein „The Elder Scrolls Online 2“. Die Antwort war eindeutig.

Während eines Interviews zu den neuen Inhalten im kommenden ESO-Addon Elsweyr und der Saison des Drachen haben wir Creative Director Rich Lambert auch zu einem potentiellen Nachfolger von The Elder Scrolls Online befragt.

ESO-Rich-Lambert

Rich Lambert, der Creative Director von ESO.

Wird es je ein „The Elder Scrolls Online 2“ geben?

MeinMMO: Habt ihr mal nachgedacht, ein neues MMO zu machen? Sozusagen ESO 2? Oder bleibt ihr demselben Spiel erstmal treu?

Rich: [Lacht] Wir sind immer noch dabei, ESO zu machen und damit fertig zu werden. Es ist unser 5. Jahrestag, weißt du? Zum Start hätte niemand uns solch eine lange Lebenszeit vorhergesagt und jetzt sind wir hier, stärker als je zuvor.

MeinMMO: Ok, also habt ihr keinen Nachfolger geplant?

Rich: Warum sollten wir? Gerade jetzt, wo ESO so super-stark ist?

MeinMMO: Es kommen seit Jahren keine MMORPGs von großen (westlichen) Publishern mehr raus. Woran liegt und seht ihr das als Vorteil für ESO?ESO Elsweyr SunspireTrial

Rich: Spiele wie ESO und die anderen großen MMORPGs, die sind wirklich schwer zu machen. Und es gibt keine Garantie, dass sich all der Aufwand am Ende auszahlt.

Auf der Makro-Ebene sind solche Projekte ein Risiko. Und viele Publisher sind eher risikoscheu.

Daher planen viele eher ein kleineres Spiel mit weniger Umfang, das weniger Risiko bedeutet und das man schneller produziert. Das wird wohl der Grund sein, warum gerade keine neuen MMORPGs mehr rauskommen. Aus dem Verlangen, nicht zu viel Risiken einzugehen.ESO Elsweyr Combat_FightingAMonster

MeinMMO: Das ist ja eigentlich ein Vorteil für ESO, oder?

Rich: Wir haben die Architektur und die Prozesse schon etabliert, ja. Aber wir müssen immer wieder nachbessern, Dinge anpassen und die Performance verbessern. Wir können aber auf unserem Fundament aufbauen und das setzt uns in eine sehr vorteilhafte Position.

Konsolen könnten in der Zukunft zum Problem werden

Die Aussage von Rich Lambert zu einem Nachfolger ist also eindeutig. Derzeit besteht wohl kein Bedarf, dass man am Erfolgskonzept ESO etwas ändert.

Auch in unserem Stream zum Reveal des neuen Elsweyr-Addons war nicht die Rede davon, das Spiel so bald durch einen Nachfolger zu ersetzen. Vielmehr werde man stetig an der Performance arbeiten und das Spiel weiter optimieren und frisch halten.eso-katze-stream-titel

Allerdings gab unser Studio-Gast Kai Schober, deutscher Community Manager von ESO, an, dass freilich die technischen Limits der aktuellen Konsolen PS4 und Xbox One irgendwann ein Problem werden könnten.

Doch wie dieses Problem dann gelöst werden kann, wird sich später noch zeigen. Derzeit läuft ESO auf allen Plattformen rund, wenn man von den aktuellen Performance-Problemen im PvP mal absieht.

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