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Jan. 16, 2019 | 18:36 Uhr

In einem Interview zu ESO und dem neuen Addon Elsweyr haben wir einen führenden Entwickler von Zenimax auch gefragt, was er den Devs von Fallout 76 rät.

Worum geht es? Rich Lambert ist der Creative Director von The Elder Scrolls Online. Eigentlich stand er uns zu den Neuerungen aus der kommenden Erweiterung Elsweyr und der Saison des Drachen 2019 in einem Interview Rede und Antwort.
Doch am Ende hatten wir noch die Gelegenheit, ihn zu der Situation der Entwickler von Fallout 76 zu fragen. Immerhin gehören Bethesda und Zenimax zusammen und die verschiedenen Devs kennen sich meist persönlich.

ESO-Rich-Lambert

Rich Lambert, der Creative Director von ESO.

Daher fragten wir Rich, welchen Rat er denn den Entwicklern von Fallout 76 angesichts des Debakels um den Launch des Spiels geben wolle.

Creative Director von ESO rät zum Durchhalten und Dranbleiben

MeinMMO: „ESO hatte zum Start einige Probleme und viel negatives Feedback aus der Community. Ihr habt also Ähnliches – wenn auch nicht so schlimm – durchgemacht, wie die Entwickler von Fallout 76. Welchen Rat würdest du diesen Leuten gerne geben?“fallout 76 vault boy

Rich: „Wir reden eh ständig miteinander, wir haben einen guten Draht zu Bethesda. Die haben auch bei uns gesehen, was man aus einem Spiel machen kann, wenn man mit voller Leidenschaft am Werk ist. Und das machen die auch, das sagen sie immer und immer wieder. Ich erwarte, dass da noch einige gute Dinge rauskommen.“

MeinMMO: „Ja, aber was wäre jetzt ein konkreter Ratschlag, den du den Fallout-Entwicklern geben würdest oder vielleicht schon gegeben hast?“

Rich: „Ich denke, der größte Rat von mir wäre „Lernt, wie man Prügel einsteckt“. Das ist so in der „Internet-Welt“. Die ist voll von Angst, Wut und Meinungen, die aber alle aus Leidenschaft entstehen. Leute beschweren sich nicht, wenn sie das, worüber sie sich aufregen, nicht irgendwie berührt.

Man muss also immer bedenken, dass diese Gefühle aus Leidenschaft entstehen, aus dem starken Verlangen, das sich etwas ändert oder verbessert. Das kann hart sein. Das kann wehtun, wenn man seine ganze Leidenschaft in etwas steckt und die Leute sich dann drüber auskotzen. Bleibt also drann, gebt nicht auf, es wird besser werden.“

Eine andere Form von Rat

Die Message vom Kollegen bei ESO ist also klar: Bleibt dran und lasst euch nicht unterkriegen, das wird schon noch. Damit bietet Rich eine etwas andere Form von Rat, wie sie Mike Fisher, der frühere CEO von Square Enix, gegeben hat.Fallout 76 Test

Der war der Meinung, man solle bei Fallout 76 eher auf eine gründliche Überarbeitung und gegebenenfalls einen Reboot setzen. Ganz so, wie man es bei Square Enix damals mit der katastrophal gescheiterten ersten Version von Final Fantasy XIV gemacht habe.

In einem Punkt sind sich Lambert und Fisher wohl einig: Das Fallout-Team muss auf jeden Fall dranbleiben und darf nicht vor viel Arbeit und Aufwand zurückschrecken. Mit den neusten Patches geht Fallout 76 aber anscheinend schon in die richtige Richtung.

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