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Feb. 23, 2019 | 09:30 Uhr

Mit Legends of Aria steht ein interessantes MMORPG in den Startlöchern, dessen Early-Access-Phase im März beginnen soll. Doch an wen richtet sich das Spiel und wie stehen seine Chancen auf dem Markt?

Was ist Legends of Aria? Das MMORPG der Citadel Studios wurde unter dem Titel Shards Online angekündigt und 2014 über eine Kickstarter-Kampagne erfolgreich finanziert. Seitdem hat sich das Konzept des Spiels aber etwas geändert.

Anstatt den Fokus auf von Spielern erschaffenen Welten zu lassen, gibt es nun mit Celador eine offizielle und große Spielwelt, in der jeder agieren kann. Es wird aber weiterhin möglich sein, sich eigene Welten zu erschaffen.

Die Suche nach Schätzen spielt in Legends of Aria eine Rolle.
  • Celador ist eine riesige Sandbox, in der ihr euren eigenen Weg gehen könnt.
  • Legends of Aria ist kein Themepark-MMORPG. Es führen euch keine Quests durch eine Story. Stattdessen lebt ihr in der Fantasywelt und tut, was ihr wollt.
  • Ihr erkundet die offene Welt und macht Jagd auf Monster und erkundet Dungeons, um an Rohstoffe und Beute zu gelangen. Zudem könnt ihr Schätze suchen.
  • Es ist möglich, ein Haus zu bauen und frei einzurichten.
  • Ihr könnt Handwerker oder Schmied werden und Spieler mit Ausrüstung versorgen.
  • Ihr könnt mit eurer Gilde ein Imperium erschaffen
  • PvP spielt eine große Rolle, allerdings gibt es Gebiete, in denen ihr geschützt seid.
  • Die Wirtschafts soll von den Spielern getrieben werden.
  • Euren Helden entwickelt ihr anhand Skills so, wie ihr es wollt

Wann erscheint Legends of Aria? Das MMORPG ist bereits für Gründer in einer sehr frühen Version spielbar. Die Early-Access-Version ist momentan für den 21. März geplant, nachdem es zu einigen Verschiebungen kam.

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An wen richtet sich das MMORPG? Legends of Aria richtet sich vor allem an diejenigen, die gerne den Klassiker Ultima Online gespielt haben. Das Spielprinzip von LoA ist dem von UO sehr ähnlich.

In beiden Spielen seid ihr in einer Sandbox unterwegs und könnt eure eigene Story schreiben. Legends of Aria will jedem viele Freiheiten geben, seinen Weg so zu gehen, wie er es möchte und sei es nur, wenn man Fischer sein will, der seine Fänge auf dem Markt verkauft. Auch das war in Ultima Online möglich und hat einen großen Teil des Reizes und Spaßes ausgemacht.

LoA richtet sich also an Spieler, die sich eine Art zweites Leben in einer virtuellen Fantasywelt aufbauen möchten. Hier gibt es keine übergeordnete Story und keine Quests, die spannende Geschichten erzählen. Es wird also eine ganz bestimmte Zielgruppe angesprochen.

Sandbox-Spieler sind begeistert, prangern aber noch technische Probleme an

Wie kommt LoA aktuell an? Fans von Sandbox-Spielen fühlen sich im MMORPG direkt zu Hause. Vor allem, wenn man von Ultima Online kommt, findet man in Celador eine neue Heimat, die etwas moderner ist, aber auf die alten Tugenden setzt.

Spieler loben die Freiheiten, die sie haben, die vielen Möglichkeiten, die Ihnen das Spiel bietet und das Gruppenspiel.

Allerdings hat Legends of Aria momentan noch mit technischen Problemen zu kämpfen.

  • Die Performance ist noch nicht so gut, das Spiel läuft nicht flüssig.
  • Es gibt Netzwerkprobleme und Lags.
  • Die Spielsysteme sind noch von Bugs geplagt.
  • Es gibt aktuell noch relativ wenig Content.
  • Griefer und Player-Killer machen vor allem Neulingen das Leben schwer.

Das sind momentan auch die Hauptgründe, warum das MMORPG immer wieder verschoben werden musste. Die Entwickler möchten LoA in einem Zustand als Early-Access-Spiel veröffentlichen, bei dem die Spieler auch wirklich Spaß haben und sich nicht zu häufig über technische Probleme ärgern müssen.

Die bisherigen Tester drücken hier als Hardcore-Fans eher ein Auge zu als eine breite Masse von Spielern, bei denen der erste Eindruck eines Spiel entscheidend ist. Auch in Sachen Griefing soll sich noch einiges bessern, damit Neulinge nicht gleich abgeschreckt werden.

Das MMORPG Legends of Aria bietet viele Herausforderungen für Gruppen.

Es gab kürzlich einige Kritik, als die Entwickler Pay2Win-Items in den Cash Shop einführen wollten und diese Entscheidung damit rechtfertigten, dass kein Pay2Win der falsche Weg für LoA sei. Gemeinsam mit den Spielern hat man aber einen Dialog geführt und erkannt, dass Pay2Win nicht gut in der Community ankommt. Das Team ruderte also zurück, was die Fans beruhigt hat.

Was bedeutet dies für den Release-Termin? Es ist nicht sicher, ob der 21. März als Termin für die Early-Access-Phase gehalten werden kann. Die Entwickler sagten selbst, dass sie diesen Termin nur genannt haben, weil sie unbedingt auf Steam ein Datum angeben müssen. LoA soll erst dann starten, wenn die Entwickler wirklich zufrieden mit dem Zustand des Spiels sind. Daher ist es durchaus denkbar, dass es zu einer weiteren Verschiebung kommt.

Updates über Updates

Wie kamen die letzten Updates an? Die Entwickler veröffentlichen regelmäßig Updates und Patches, die sich um Probleme kümmern oder Vorschläge aus der Community umsetzen. Diese Patches kommen in der Regel recht gut an.

Das große Dungeon-Update vom 1. Februar hat endlich etwas von dem ins MMORPG gebracht, das sich viele Tester gewünscht haben – mehr Content. Die Dungeons sind größer geworden, bieten mehr Herausforderungen und sehen auch abwechslungsreicher aus. Das kommt in der Community ganz gut an.

Das Dungeon-Update für LoA macht die Verliese deutlich spannender.

Wie geht es weiter? Derzeit arbeitet das Team nicht nur an Patches, sondern an einem großen Update, das eine Eislandschaft als neues Biom einführt. Dort findet ihr neue Jagdzonen und weitere Herausforderungen. Daneben ist noch der Early-Access-Start geplant. Wie es dann weitergeht, das müssen die Entwickler noch bekannt geben.

Wie stehen die Chancen für das MMORPG? Legends of Aria wird wohl eine Nische bedienen. Es besitzt keine überragende Grafik und wird aus der Iso-Sicht gespielt. Darüber hinaus spricht es nur Sandbox-Fans an und bietet offenes PvP. Das alleine sind Dinge, die LoA wahrscheinlich für die breite Masse wenig attraktiv machen. Dennoch gibt es Spieler, die vom Spielprinzip begeistert sind. Wie viele das dann letzten Endes sein werden, könnte die Early-Access-Phase zeigen. Das nächste AAA-MMORPG darf man aber nicht erwarten.

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