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May. 08, 2019 | 09:30 Uhr

Während des Umsatzberichts für das vierte Finanzquartal meinte
Electronic Arts‘ CEO Andrew Wilson, dass eine neue Art entstehen muss, wie man Spiele in Zukunft veröffentlicht. Denn bei Anthem hat diese „alte“ Art nicht so gut funktioniert, wie erhofft.

Was wurde gesagt? Electronic Art’s CEO Andrew Wilson ist der Meinung, dass die Art, wie man Spiele bisher veröffentlicht hat, heute nicht mehr funktioniert. Hier muss sich etwas ändern, damit die Spieler nicht enttäuscht davon sind, wie ein neuer Titel wirklich ist.

Anthem versus Apex Legends

Was war der Auslöser? Andrew Wilson erwähnte, dass Anthem nicht die Erwartungen von Electronic Arts erfüllt hat. Trotzdem stehe man hinter dem Titel und werde ihn weiter unterstützen. Apex Legends dagegen konnte inzwischen rund 50 Millionen Spieler erreichen.

Daher muss nun ein Umdenken stattfinden und zwar bezüglich der Art, wie in Zukunft Spiele veröffentlicht werden.

Anthem-Ranger-Fliegen

Spieler sollen genau wissen, was sie bekommen

Wie soll diese neue Art aussehen? Electronic Arts möchte die Spiele besser präsentieren. Ein potenzieller Kunde soll immer genau wissen, was er sich da kauft. Die Erwartungshaltung der Spieler muss besser gesteuert werden.

Darüber hinaus will sich EA in Zukunft beim Launch eines Spiels am asiatischen Markt orientieren. Dort finden viele sogenannte Soft-Launches statt. Spiele starten für eine ausgewählte Anzahl an Gamern oder erst mal nur in bestimmten Regionen. So erkennt der Entwickler, wie der Titel dort ankommt und kann vor dem „richtigen“ Launch noch wertvolles Feedback sammeln.

Ebenso sei es wichtig, die Kommunikation mit den Spielern zu verändern. In Zukunft wird das Marketing weniger auf die reine Präsentation eines neuen Spiels setzen, dafür mehr in eine Art Dialog mit den Spielern treten. Dies soll die Interaktion mit den Kunden verbessern.

Am Ende sollen die Spieler immer ganz genau wissen, was für ein Spiel sie sich kaufen, ohne eine falsche Erwartungshaltung einzunehmen und dann enttäuscht zu sein.

apex legends titel
Warum ich nicht einfach Apex Legends spiele? Das hat einen einfachen Grund

Entwicklung und QA ändern sich drastisch

Was ändert sich noch? Andrew Wilson gab ebenfalls bekannt, dass die Entwicklungsprozesse und die Qualitätssicherung verbessert werden müssen. Er nannte Bioware als Beispiel. Früher wurden Spiele mit 40 bis 80 Stunden an Offline-Gameplay entwickelt. Die Qualitätssicherung dieser Titel war deutlich einfacher als die eines modernen Spiels, das neben diesen 80 Stunden Offline-Gameplay noch 100 bis 300 Stunden Online-Endgame mit sich bringt.

Die Art, wie solche Spiele entwickelt und geprüft werden, soll sich dramatisch ändern.

Andrew Wilson hofft, dass EA hier Vorreiter sein kann und dabei hilft, dass andere Studios nachziehen, was letzten Endes zu besseren Spielen für die Kunden führt.

Was bedeutet das alles? In Zukunft wird EA wohl mehr Diskussionen mit den Gamern führen und genauer erklären, wie sich ein neues Spiel spielt. Dadurch können die Entwickler dann frühzeitig Feedback sammeln und gegebenenfalls umsetzen.

Auch soll es offenbar größere Tests der Spiele vor dem Release geben. Wie genau das dann aussieht, werden wir noch sehen. Eventuell handhabt EA die Entwicklung von Dragon Age 4 schon auf diese Weise.

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