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Feb. 11, 2019 | 10:36 Uhr

Seit Jahren hatte Electronic Arts viele Schwierigkeiten mit Titanfall. Doch der neue Ableger „Apex Legends“ mutiert zum Wunderkind und rettet den strauchelnden Riesen an der Börse, nachdem Battlefield 5 enttäuscht hatte.

So sah der Februar für EA vor wenigen Tagen aus: Der Februar 2019 sah eigentlich wie ein furchtbar schwarzer Monat für Electronic Arts aus.

Noch am Mittwoch, dem 6. Februar, berichtete Marketwatch, dass EA den größten Kursverlust an der Börse in mehr als einem Jahrzehnt hinnehmen musste:

  • EA hatte am späten Dienstagabend die Quartalszahlen bekanntgegeben.
  • Zu Beginn des Börsentags am Mittwoch verlor die Aktie dann 13.3%. Das war der schlimmste Börsenverlust für EA seit 2008.

Die 13.3% entsprachen einem Wertverlust von 3.7 Milliarden US-Dollar an Marktkapital.

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Warum verlor EA so viel Wert an der Börse? Einer der Gründe für den Crash waren die miesen Verkaufszahlen von Battlefield 5 und die klaren Worte dazu von EA-Chef, Andrew Wilson.

Wilson sagte, Battlefield 5 habe sich „eine Millionen Einheiten weniger als die geplanten 7.3 Millionen Einheiten“ verkauft.

Bei Battlefield 5 hatte EA den Release-Termin nach hinten gelegt und war ohne Battle Royale-Modus gestartet.

Es hieß von Wilson, man habe Entscheidungen getroffen, die nicht so gelaufen waren wie geplant. Außerdem erwähnte man ein „starkes Konkurrenzumfeld“ in dem Quartal.

Wilson sagte weiter, EA wäre im letzten Quartal auf „signifikante Herausforderungen“ getroffen und gehe davon aus, dass die sich im laufenden Quartal fortsetzen würden.

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So sah man Apex Legends vor einer Woche: Doch vor Bekanntgabe der Börsenzahlen kursierten schon Gerüchte, dass EA einen Überraschungs-Launch eines neuen Titanfall-Spiels plane.

  • Die Gerüchte waren am 2.2. aufgekommen
  • und bestätigten sich schon am Montag, dem 4.2.

Am Dienstag, dem 5.2., erschien auf Ars Technica ein Artikel, der den Überraschungs-Launch des „Titanfall“-Shooters Apex Legends heftig kritisierte.

Der Autor befürchtete, EA würde seine Fehler von Titanfall 2 wiederholen, indem man Apex Legends im selben Zeitfenster wie den Blockbuster Anthem herausbringt. Beide Spiele seien „only Online Shooter.“ Die machten sich doch selbst Konkurrenz.

Außerdem war der Autor von Apex Legends nicht begeistert. Er sah das maximal als solide Standard-Kost an, dem die wichtigsten Features von Titanfall fehlten: die Titanen und das Rennen entlang der Wand.

Börsenzahlen-Electronic-Arts

Börsenkurs von Electronic Arts. Quelle: Vg 247

So sieht die Lage jetzt aus: Knapp 5 Tage später hat sich das Blatt für Electronic Arts vollständig gewendet:

  • Apex Legends hatte am Donnerstag, dem 7.2., bereits über 10 Millionen registrierte Spieler
  • 1 Million Spieler waren bereits gleichzeitig live.
  • auf Twitch geht Apex Legends durch die Decke und konkurriert da mit Fortnite um den Platz 1
  • der Titel gilt als Überraschungshit.

Der Börsenkurs von Electronic Arts hatte sich nach dem Crash am Mittwoch schon am Freitag, dem 8.2., wieder erholt. Nun steht der Kurs sogar über dem Niveau, an dem er vorher war.

apex-caustic

Das ist das Ironische: Die Spielereihe „Titanfall“ war über Jahre ein Sorgenkind für Electronic Arts. Der letzte Teil, Titanfall 2, blieb unter den Erwartungen, nachdem er 2016 unglücklich zwischen Call of Duty: Infinite Warfare und Battlefield 1 veröffentlicht wurde.

Jetzt hat die mutige Entscheidung mit Apex Legends dem Konzern viel Ärger erspart und die Krise innerhalb von wenigen Tagen gelöst. Für Electronic Arts war das auf jeden Fall eine heiße Woche.

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von Schuhmann
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