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Jan. 08, 2019 | 11:04 Uhr

Der Online-Shooter Destiny 2 treibt die Story rund um Forsaken schrittweise voran. Die Schwarze Waffenkammer hat einiges an cooler Lore zu bieten. Das Problem dabei: Nur die wenigsten Hüter bekommen das überhaupt mit. Das sollte sich ändern, meint unser Autor Sven.

Heute Abend starten bei Destiny 2 die Niobe Labs. Dabei handelt es sich um eine Art Event, das die Spieler zum Entfachen der vierten und letzten Schmiede der Schwarzen Waffenkammer, der geheimen Burgusia-Schmiede, führen soll.

Doch kaum einer weiß, was es eigentlich mit den Labs aus sich hat und was wir da eigentlich machen. Dabei gibt es einige Hinweise in der Lore rund um die Schwarze Waffenkammer, die Niobe Labs und Ada-1, deren Betreiberin.

Die Hinweise findet nur kaum wer.D2_Black_Armory_Press_Kit_Forge3_08 (1)

Deshalb bekommen nur wenige Spieler Einblicke in die Lore: Diese Lore geht für eine Vielzahl von Spielern komplett unter. Aber warum? Der Grund dafür ist die Art und Weise, wie Bungie sie jüngst ins Spiel integriert.

Bereits vor Kurzem hat Bungie die Geschichte von Forsaken im Hintergrund vorangetrieben, dort wurde das Problem bereits deutlich: Die Story wurde mit einer Cutscene rund um die Wiederbelebung von Prinz Uldren durch einen Geist fortgeführt.

Diese wichtige Szene war jedoch hinter einer Aktivität versteckt, die nicht unbedingt zu den Pflichtaufgaben der Hüter gehört. Deshalb machen die wöchentliche Quest viele Spielern gar nicht.

Diese Wendung war somit für viele Fans gar nicht zugänglich – es sei denn, man geht dafür extra auf YouTube.

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Die Lore, die interessante Details zu der Schwarzen Waffenkammer und zu Ada-1 liefert, kommt in Form von 18 Lore-Seiten. Diese sind jedoch allesamt RNG-abhängig und aktuell wohl nur als Zufalls-Drop über die Gofannon-Schmiede erhältlich. Die Drop-Rate ist dabei alles andere als großzügig.

Zwar waren bereits in Forsaken einige Lore-Bücher vom RNG abhängig. Alle, die dem Chronist-Titel nachjagen, können ein Lied davon singen. Doch die Schwarze Waffenkammer treibt es nun auf die Spitze und versteckt seine gesamte Lore-Sammlung hinter dem Zufallsfaktor.

Deshalb sollte Bungie die Lore-Präsentation ändern: Die Hüter bekommen also im Spiel ziemlich wenig oder teils gar nichts von der Lore mit.

Und das ist sehr schade, denn diese Lore lässt Ada-1 und die Schwarze Waffenkammer in einem ganz anderen Licht erstrahlen und verleiht der Aktivität auch Lore-technisch eine Bedeutung.D2_Black_Armory_Press_Kit_Gear_10

So entwickelt sich die Lore-Präsentation nun wieder mehr in Richtung der Grimoire-Karten aus Destiny 1 zurück, wo man sich verstärkt externer Quellen bedienen muss, wenn man die Hintergründe und einige Entwicklungen mitverfolgen und komplett nachvollziehen möchte.

Zudem kommen mit der Schwarzen Waffenkammer die Lore-Items mit einer RNG-Komponente, durch die die Lore viel unzugänglicher wird, als sie es bisher in Destiny 2 und sogar in Destiny 1 mit den Grimoire-Karten war.

Das ist genau das Gegenteil von dem, was Bungie eigentlich für Destiny 2 seit Forsaken im Sinn hatte. Denn dort hatte man noch angekündigt, auf Wunsch der Fans die Lore gerade im Spiel zugänglicher zu machen.

Deshalb sollte Bungie in meinen Augen seine jüngste Lore-Präsentation nochmals kräftig überdenken. Es ist schade und im Prinzip eine Verschwendung von Ressourcen, wenn ein großer Teil der Spieler gar nicht das mitbekommt, was das Spiel und die Geschichte drumherum alles zu bieten hat.

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Der „Armblaster“ Jötunn

Lore erklärt, warum Ada-1 die Hüter hasst

Diese Details entgehen vielen Hütern: Um zu verdeutlichen, was vielen Hütern aktuell alles entgeht, gibt es hier einige der interessantesten Hintergründe rund um Ada-1 und die Black Armory aus den 18 Lore-Seiten:

  • Die Einträge erzählen unter anderem die Geschichte von Ada’s Mutter, die eines der Gründungsmitglieder der Schwarzen Waffenkammer war (französische Familie). Die Black Armory selbst wurde einst geschaffen, um gegen die Gefahr zu kämpfen, die der Reisende mit sich brachte.
  • Diese Gefahr waren offenbar die Gefallenen. Ein großer Teil der Story dreht sich dabei darum, wie Ada, ihre Mutter und andere Gründer der Waffenkammer, versucht haben, den Krieg zu überleben. Doch wie sich im Laufe der Geschichte herausstellt, ging die größte Gefahr nicht von den Gefallenen selbst aus.
  • Die Lore erzählt unter anderem von eine Gruppe von Hütern, die als „Leute mit Drohnen“ beschrieben werden, die sie wiederbeleben konnten. Diese Leute haben die Familien aufgelauert und haben versucht, Waffentechnologien von ihnen zu bekommen. In mehreren Begegnungen mit diesen Hütern wurden nach und nach alle Gründungsmitglieder der Schwarzen Waffenkammer getötet. Ada selbst wurde als Kind verletzt.

D2_Black_Armory_Press_Kit_Vault_01

  • Ada selbst wurde dabei offenbar später in den Niobe Labs zur Exo, die sie auch heute im Turm ist. Ihre Mutter sagt in einem der Einträge, dass sie das Bewusstsein ihrer toten Tochter in einen Exo-Körper übertragen hat. Offenbar wurden auch Adas sterbliche Überreste in den Labs beigesetzt.
  • In den Niobe Laboren wurden zudem allerlei Dinge entwickelt – unter anderem neue Funktionen für Exos oder Methoden, um Waffen noch tödlicher zu machen.
  • In der Lore wird auch deutlich, warum Ada die Hüter so sehr hasst, wie in einigen Dialogen mit ihr deutlich wird. Es ist auch davon die Rede, wie sie einige Hüter und Ihre Geister mit einem Scharfschützengewehr ausschaltet, die ihre Mutter wegen der Waffen-Technologien terrorisierten.

All diese Details sind ausschließlich über entsprechende Lore-Einträge einsehbar und werden aus dem Spiel heraus nicht deutlich. Solltet Ihr Interesse haben, Euch diese Lore genauer anzusehen, findet Ihr alle 18 Seiten auf der entsprechenden Seite des Ishtar Collective: Die 18 Lore-Einträge der Schwarzen Waffenkammer.

Was denkt Ihr? Sollte Bungie die Art und Weise ändern, wie sie jüngst die Lore im Spiel präsentieren? Oder interessieren Euch solche Details überhaupt nicht?

von Sven
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