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Jan. 03, 2019 | 09:00 Uhr

Dem Destiny-Franchise wird gern vorgeworfen, dass die Kämpfe und Aufgaben zu leicht seien. Tatsächlich gab es in der Geschichte der Serie jedoch so einige harte Brocken, mit denen die Hüter ihre liebe Mühe und Not hatten. Wir stellen 8 der härtesten Gefechte vor. Am Ende des Artikels seid Ihr gefragt.

In Destiny 2 und seinem Vorgänger dreht sich alles darum, fiesen Aliens in den Allerwertesten zu treten und anschließend fette Beute abzustauben. Speziell im Endgame lassen sich in der Geschichte des Franchises einige richtig harte Boss-Fights finden, die nicht wenigen Hütern Alpträume beschert haben.

Bevor wir uns die Anwärter auf die schwersten Gefechte ansehen, sollten wir allerdings erst einmal definieren, was schwer überhaupt bedeutet!

Destiny-Crota

Crota, der Sohn von Oryx

Was bedeutet eigentlich „schwer“ in Destiny? Destiny und Destiny 2 erlauben es jedem Spieler, die Schwierigkeit einer Aktivität selbst zu definieren. Dies ist auf verschiedenen Wegen möglich:

  • Ihr könnt schlechtere Ausrüstung verwenden und Euch somit ein Level-Malus auferlegen
  • Aktivitäten, die für Gruppen ausgelegt sind, können solo angegangen werden
  • Die Mechaniken der Aktivitäten sind nicht bekannt
  • Bestimmte Aktivitäten lassen Euch den gewünschten Schwierigkeitsgrad auswählen

Genau darum soll es hier aber nicht gehen. Wir schauen uns Kämpfe und Aktivitäten an, die bei Erscheinen knüppelhart waren, sei es aufgrund von bestimmten Modifikationen oder vom Spiel vorgegebenen Nachteilen für die Spieler (zum Beispiel einem Level-Malus).

Destiny-Skolas

Galt als knackig zum Start: Skolas!

Wir stellen Euch einige Kandidaten für den Anwärter des härtesten Gefechts der Destiny-Geschichte vor. Am Ende des Artikels habt Ihr die Möglichkeit, für Euren Favoriten abzustimmen.

Destiny 1: Das Gefängnis der Alten – Skolas mit Arkus-Entflammen

Schon die Präsentation des Gefängnisses ging schief: Dass das Gefängnis der Alten kein Zuckerschlecken wird, zeigte bereits die Demonstration seitens Bungie im Vorfeld der Veröffentlichung der zweiten Destiny-Erweiterung Haus der Wölfe.

Tatsächlich mussten Community Manager Deej, Entwickler Matt Sammons und der Streamer ProfessorBroman bei der Kombination Arkus-Entflammen und Schar-Gegnern kapitulieren, da die Absprachen ungenügend und die Klassen nicht ausreichend vorbereitet waren.

Den Vogel schoss Bungie allerdings mit der höchsten Schwierigkeitsstufe ab, in der es gegen den großen Boss der Erweiterung ging: Skolas.

Skolas war auf vielfältige Weise „schwer“: Nicht nur lag der Endkampf über dem damaligen Maximal-Level von 34 (Skolas war für das Level 35 ausgelegt), man musste darüber hinaus Minen entschärfen und regelmäßig auftretende Debuffs managen. Da Gefallene ein Faible für Arkus-Waffen haben, war Skolas in der Kombination mit Arkus-Entflammen ein wahrer Spießrutenlauf. Viele Gegner konnten die Hüter mit einem Treffer töten.

Destiny-Omnigul

Omnigul, Generälin von Crota

Zugegeben, es gab Möglichkeiten, diesen Kampf zu trivialisieren. Wer einen Titan mit einem Schild dabei hatte und die exotische Schrotflinte „Der 4. Reiter“, konnte den Kampf erheblich verkürzen.

Wer Skolas jedoch auf normalen Wege bezwingen wollte, musste sich auf lange Stunden der Frustration einstellen. Skolas gilt noch heute für viele Spieler als schwerster Kampf überhaupt. Begleitet wird dies jedoch auch mit der Kritik an Bungie, den Kampf auf einem Level austragen zu lassen, welches Spieler zu diesem Zeitpunkt gar nicht erreichen konnten.

destiny-reiter

Der 4. Reiter – die Geheimwaffe gegen Skolas

Wie schwer ist Skolas heute? Wer einmal in Erinnerungen schwelgen möchte, kann das Gefängnis der Alten und Skolas heute problemlos solo bewältigen. Kleiner Tipp: Nehmt ein Schwert mit! Dieses blockt den Debuff-Schaden bei Skolas so weit, dass Ihr immer überleben könnt.

Destiny 1: Crotas Ende auf Schwer

So schwer war der Sohn von Oryx: In Destiny 1 waren die heroischen Ausgaben der Raids mit neuen Stolpersteinen versehen und auf einem höheren Level angesiedelt. Im Fall von Crota ist Bungie allerdings über das Ziel hinausgeschossen.

Denn der Hard-Mode von Crota war auf einem höheren Level angesiedelt (33), was die Spieler zu diesem Zeitpunkt überhaupt erreichen konnten (32). Somit richteten die Feinde mehr Schaden an, während die Hüter weniger Schaden an den Gegnern verursachen konnten.

destiny-crota-raid-brücke

Wer Crota auf normalem Wege erledigen wollte, musste gut koordiniert vorgehen. In diesem Fall hieß das: Schwere Munition von Gegnern aufsammeln oder eine entsprechende Munitions-Synthese einnehmen. Dann musste alles passen: Der Schwert-Träger musste im richtigen Moment angreifen und die Raketen perfekt treffen.

So schwer ist Crota heute: Rückblickend betrachtet war der Crota-Raid nur deshalb eine Herausforderung, weil die Gegner auf einem höheren Level waren. Heute spielen viele Hüter (mit Cheeses) den Raid solo. Aufgrund der Kürze des Raids konnten viele Spieler die Trophäe Makelloser Raider bei Crota erspielen.

Destiny-Crota-Raid

Destiny 1: Omnigul mit Arkus-Entflammen und Lichtschalter

Darum war die Hexe ein wahrer Alptraum: Der Omnigul-Strike polarisiert wie kein zweiter in Destiny 1. Er bot ohne Zweifel die meisten Gegner in einem Strike, darüber hinaus mussten sich die Hüter mit Dutzenden Feindwellen herumschlagen. Omniguls Geschrei tat ihr Übriges.

Spannend wurde der Strike in seiner Dämmerungs-Variante mit den Modifikatoren Arkus-Entflammen und Lichtschalter. Die Hexe richtet Arkus-Schaden an, konnte die Hüter also innerhalb eines Augenblicks ins Jenseits pusten. Die Leibeigenen und Sprenger konnten Euch dank Lichtschalter in Windeseile platt machen, da der Modifikator den Nahkampfschaden Eurer Feinde deutlich erhöht hat.

destiny-strike-omnigul

Damit die Schar nicht sofort mit den Hütern den Boden aufwischen konnten, haben die Spieler den Bosskampf mit der höchstmöglichen Vorsicht absolviert. Den Boss-Raum zu betreten, galt als Todesurteil, Omnigul wurde aus sicherer Entfernung aufs Korn genommen. Doch auch außerhalb der Arena mussten wir uns mit Leibeigenen, übermütigen Rittern und Sprengern herumschlagen.

Wie schwer ist der Omnigul-Strike heute? Der Strike selbst macht viel Spaß, der Kampf gegen Omnigul ist speziell in der SIVA-Variante knackig und fordernd, allerdings längst nicht mehr so „unfair“ wie damals.

destiny-omnigul

Destiny 1: Das Elende Auge mit Leere-Entflammen

Warum war der Strike so schwer? Kopfzerbrechen sorgte der Strike vor allem beim Bosskampf. Mit dem Erwachen der eisernen Lords eingeführt, galt das Elende Auge schnell als harte Nuss, die es zu knacken galt.

In Kombination mit Leere-Entflammen entpuppte sich der Boss-Fight als wahrer Alptraum. Gefangen in einer kleinen Arena, ein kontinuierlicher Todes-Strahl aus Leere-Licht und ein unermüdlicher Oger, der die Hüter auf Trab hielt, sorgten für einiges Kopfzerbrechen.

destiny-elendes-auge

Der Frust ging so weit, dass die Hüter lieber minutenlang versuchten, eine sichere Stelle zu finden, statt den Kampf normal anzugehen.

So schwer ist das Elende Auge heute: Analog zu Omnigul kann der Strike immer noch fordernd sein, ist jedoch problemlos machbar, wenn man vorsichtig spielt.

Destiny 2: Das Eskalationsprotokoll

Darum war das Eskalationsprotokoll so schwer: Mit der Veröffentlichung des Kriegsgeist-DLC konnten Hüter auf dem Mars einen neuen Horde-Modus ausprobieren, das Eskalationsprotokoll. In bis zu sieben Wellen muss eine große Zahl Feinde ausgeschaltet werden. Der Endboss in der siebten Phase unterliegt zudem wöchentlich wechselnden Modifikationen.

Zum Start des Eskalationsprotokolls galt die Aktivität als nicht schaffbar. Dies hatte zwei Gründe:

  • Die Spieler waren in der ersten Zeit auf einem zu niedrigen Level
  • Auch wenn die Aktivität für bis zu 9 Spieler ausgelegt ist, konnten lediglich Einsatztrupps aus 3 Spielern auf dem Mars landen

destiny-2-eskalationsprotokoll-2

Auch wenn die Hüter mit der Zeit Strategien entwickelten, mehr Spieler an dem Event teilnehmen zu lassen, galt das Protokoll selbst für 9 Spieler als bockschwer.

Wie schwer ist das Eskalationsprotokoll heute? Aktuell kann die Aktivität mit 4-5 Spielern bewältigt werden, wenn alle an einem Strang ziehen. Auch hat Bungie das „Farmen“ der Aktivität erleichtert. Wer das Protokoll erfolgreich abschließt, kann im Anschluss in der sechsten Runde neu beginnen.

Das Eskalationsprotokoll ist auch heute noch beliebt, schließlich kann hier die beste PvE-Pumpe des Spiels gefunden werden, die Ikelos-Schrotflinte.

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Weitere harte Brocken der Destiny-Geschichte

Welche weiteren Aktivitäten gibt es, die als besonders schwer gelten? Neben den vorgestellten Kämpfen gab es in der Geschichte von Destiny noch weitere Highlights, die als besonders hart zu meistern gelten:

  • Der Kriegs-Satellit des Gefallenen-Sabers mit Arkus-Entflammen: Während der Strike mit dem Arkus-Burn bereits als schwer galt, war die Verteidigung des Kriegs-Satelliten zum Start der Aktivität ein wahrer Höllenritt. Die Sektion war so schwer, dass sich Hüter unter die Karte glitchten, um den Gegnern an der Oberfläche aus dem Weg zu gehen.
destiny-saber

Der Gefallenen Saber

  • Die Mission „Umarmung der Angst“ in Destiny 1: Wer das exotisches Scout-Gewehr „Boshafte Berührung“ sein Eigen nennen wollte, hatte mit dieser abgewandelten Story-Mission ein dickes Brett zu bohren. Während des Boss-Fights müsst Ihr Euch mit vergiftetem Untergrund, einer Vielzahl von Feinden und einem nervigen Endgegner herumschlagen.
  • Der Strike Exodus Crash: Der Strike zählt zurecht als einer der unbeliebtesten Aktivitäten in Destiny 2. Der Endkampf ist knackig, immerhin müssen sich die Hüter mit einer Vielzahl von Explosions-Schwebern herumärgern. Zu allem Überfluss teleportiert sich der Boss regelmäßig aus der Arena. Sinnvolle Schadensphasen sind somit nicht möglich. Zudem ist der Boss in Teilen unsichtbar.

Destiny-2-Boss

Warum gibt es so wenige schwere Aktivitäten in Destiny 2? Bungie hat zwei der wesentlichen Faktoren aus Destiny 1 im Nachfolger entfernt:

  • Elementar-Entflammen wurde deutlich abgeschwächt und durch ein lascheres „Versengen“ ersetzt
  • Bungie veröffentlicht keine Aktivitäten mehr, die auf einem höheren Level liegen, welches Spieler zu diesem Zeitpunkt überhaupt erreichen können.

Die Änderungen, welche mit Destiny 2 vorgenommen wurden, zeigen einmal mehr Bungies Bestrebungen, Destiny einer breiteren Spielerbasis zugänglich zu machen. Vor allem jedoch unterdrücken die Abschwächungen den Impuls, Aktivitäten auf eine Art und Weise zu absolvieren, die Bungie so nicht vorgesehen hat.

destiny_2_strike_wille

Ein Strike-Boss in Destiny 2

So gerieten insbesondere Dämmerungsstrikes zu Geduldsspielen, zu groß war die Angst davor, in den Orbit zurückgeschickt zu werden, sobald alle Hüter gefallen waren. Diese Spielweise hat Bungie mit Destiny 2 erfolgreich unterbunden.

Jetzt seid Ihr gefragt: Welche Aktivität ist für Euch der Inbegriff des Alptraums? Welcher Kampf sorgt bei Euch noch heute für Schweißausbrüche? Stimmt dazu in der folgenden Umfrage ab. Jeder Teilnehmer hat eine Stimme.

Ihr vermisst einen knüppelharten Encounter aus Destiny oder Destiny 2? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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