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Jan. 11, 2019 | 13:50 Uhr

Nachdem Bungie die Trennung von Activision bekannt gegeben hat, feiern die Destiny-Fans diesen Tag der Freiheit. Doch bringt die Trennung wirklich nur Vorteile für Destiny 2?

Das ist passiert: Bungie sorgte für die bis dato größten Schlagzeilen der Gaming-Industrie im noch jungen Jahr 2019.

Wie das Studio verkündete, wird man sich vom Publisher Activision trennen. Die Rechte am Destiny-Franchise gehen dabei komplett an Bungie. Das Studio hat die Zukunft der Destiny-Reihe selbst in der Hand.

Daraufhin folgten Jubel-Stürme der Fans, gleichzeitig fiel die Aktie von Activision um mehr als 7%.

Doch gibt es wirklich nur Grund zum Feiern? Wir fassen die Stimmungslage in der Community für Euch zusammen und wollen Eure Meinung zu der „Scheidung“ wissen.Destiny-Concept-Art-Tank

Bungie Trennung von Activision – Das halten die Fans davon

So ist die Stimmung: Seit die Trennung bekannt wurde, sind soziale Medien, Foren und Diskussionsplattformen wie reddit voll mit Jubel-Reaktionen und Lobpreisungen. Der überwiegende Teil der Fans feiert diese Entwicklung. Selten hat man die Gaming-Community in solch positiver Aufregung gesehen.

Doch es gibt durchaus Stimmen, die diese „Scheidung“ mit Vorsicht oder gar mit Sorge betrachten, auch wenn diese spürbar in der Unterzahl sind.destiny_2_e3_2017_concept_parade

Darüber freuen sich die Fans: Activision wird von einigen als die Wurzel allen Übels im Destiny-Franchise gesehen. Viele fragwürdige Design-Entscheidungen und Tiefpunkte der Destiny-Reihe führen die Fans auf die Einmischung und den Druck des Publishers zurück:

  • wie zum Beispiel der einst verhasste Ingame-Shop Everversum
  • oder das Ausrichten des Franchise auf Casual-Spieler

Dementsprechend groß fällt momentan auch der Jubel aus. Auf reddit feiern die Fans, als hätte man eine Revolution gegen einen Tyrannen gewonnen.

So kommt der Beitrag mit der offiziellen Bekanntmachung der Trennung nach knapp 14 Stunden auf 27.500 Likes. In einem anderen Thread wird der Tag bereits als der Destiny Freedom Day gefeiert – mit weit über 5.000 Likes.Harry Potter and the Deathly Hallows Part 1

Generell herrscht nun eine Art Aufbruchsstimmung. Gratulationen, Freude-Bekundungen und Witze sprießen aktuell.

Fans freuen sich darüber, dass Bungie nun unabhängig von äußeren Einflüssen ist und selbst über die Zukunft des Destiny-Franchise bestimmen kann. Destiny sei nun endlich gerettet.

Viele sind zuversichtlich, dass das Studio nun seine eigene Vision des Spiels umsetzen kann und Destiny zu einem besseren Spiel macht. Das Studio und das Franchise seien in einer guten Position, um auf eigenen Beinen zu laufen. Ohne ein Riesen-Unternehmen im Nacken sollte das nun um einiges leichter fallen, so die Hoffnungen der Fans.

Das bereitet den Fans Sorge: Gleichzeitig gibt es aber auch mahnende Stimmen, die jedoch im Jubelstrom fast untergehen. Ob sich tatsächlich effektiv etwas ändert, müsse zunächst abgewartet werden, so der Tenor der Skeptiker.

Einige Fans merken an, dass man nicht wirklich weiß, wieviel Einfluss Activision tatsächlich auf die Entwicklung von Destiny gehabt hat. Zahlreiche Fehler seien auch auf Bungie selbst und interne Reibereien zurückzuführen, Activision trage nicht an allen Misserfolgen der Serie die Schuld.Destiny-Concept-Art-Imperator

Erste Gewissheit wird man nach Ansicht einiger kritischer Fans erst im Herbst 2019 oder sogar noch später haben, sobald Bungie tatsächlich erstmals ohne Activision und über die bereits bekannten und geplanten Inhalte hinaus liefern muss.

Dass nach der Trennung nun alles besser wird und Destiny auf einmal komplett auf Mikrotransaktionen verzichtet oder der Content schneller fließt und qualitativ besser wird, sei zudem einfach unrealistisch.

Im Gegenteil. Bungie würden nach der Trennung von Activision beispielsweise wichtige Ressourcen wegfallen. Denn an der Entwicklung und dem Content-Nachschub von Destiny waren wohl längst nicht nur Bungie selbst, sondern auch zwei Studios von Activision beteiligt gewesen – die Highmoon Studios und Vicarious Visions.

Selbst mit deren Hilfe schaffte es Bungie kaum, die Fans mit Content zu überzeugen. Und da diese Ressourcen nun wegbrechen, wird es nicht unbedingt einfacher.Destiny-Concept-Art-Loot

Auch heißt die Trennung von Activision nicht, dass Bungie komplett unabhängig ohne Publisher bleibt. Zwar hat das Studio alle Rechte für Destiny in eigener Hand, doch eine Kooperation mit einem anderen Publisher oder Unternehmen wie bereits mit NetEase ist absolut denkbar.

Ob es in diesem Fall dann besser laufen würde, als mit Activision, kann man jedoch nicht definitiv sagen.

Umfrage – Was haltet Ihr von der Trennung?

In diesem Zuge wollen wir auch von Euch wissen, wie Ihr die Trennung von Bungie und Activision seht. War das der Befreiungsschlag für das Destiny-Franchise? Oder wird es Destiny möglicherweise nun noch schwerer haben?

Dafür haben wir eine Umfrage vorbereitet. Bedenkt, Ihr habt nur eine Antwort-Möglichkeit. Vielen Danke für Eure Zeit und die Teilnahme.

Lasst uns auch gerne ausführlich in den Kommentaren wissen, was Ihr über diese Trennung denkt.

von Sven
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