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Aug. 16, 2018 | 09:15 Uhr

Vor Kurzem bekam das Eisenbanner in Destiny 2 einige Änderungen spendiert, darunter auch eine neue Powerplay-Regel. Doch die offenbart eine fundamentale Schwäche. Zahlreiche Fans fordern nun eine Überarbeitung.

Wenige Wochen vor Forsaken ist bei Destiny 2 zurzeit das letzte Eisenbanner der Season 3 im vollen Gange. Mit dem kürzlichen Start des einwöchigen PvP-Events wurden zwei Neuerungen eingeführt:

  • Eisentempel-Feuerstellen ersetzen nun die normalen Kontrollflaggen
  • Es gibt eine neue Powerplay-Regel: Wenn man alle drei Zonen eingenommen hat, werden sie für 20 Sekunden gesperrt. Am Ende des Powerplays werden alle Zonen wieder auf neutral zurückgesetzt und müssen neu eingenommen werden.

Die neue Powerplay-Regel sieht sich dabei aktuell massiver Kritik ausgesetzt, denn sie hat einen fundamentalen Fehler. Einige Hüter gehen gar soweit, dass sie sich lieber in den Abgrund stürzen, als gegen ihre Kontrahenten zu kämpfen. Doch warum?

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Bestes Mittel gegen Powerplay ist, wenn man aufhört, zu spielen

Was ist Powerplay? Während eines Eisenbanner-Kontrolle-Matches ist es nun möglich, ein Powerplay zu erzwingen, wenn man es als Team schafft, alle drei Kontrollzonen einzunehmen. Dann werden die Zonen für 20 Sekunden gesperrt und das Team, welches sich im Powerplay befindet, kann innerhalb dieser Zeit die Maximalpunktzahl für Kills einfahren.

Was ist das Problem mit dem Powerplay? Das Problem ist: Das Beste, was man gegen ein Powerplay in seiner aktuellen Form tun kann, ist es, dem Gegner aus dem Weg zu gehen oder sich zu verstecken, um ihm möglichst viele Punkte zu verwehren.

Denn das sich im Powerplay befindliche Team kann 20 Sekunden lang mit jedem Kill massiv Punkte sammeln. Im regulären Kontrolle-Modus ist man noch gezwungen, aktiv zu handeln, um das Powerplay des Gegners zu beenden – selbst, wenn man dabei Gefahr läuft, den Kontrahenten dadurch noch mehr Punkte zu liefern.destiny-2-eisenbanner

Im Eisenbanner kann man nun hingegen nichts mehr tun, um diesen gegnerischen Vorteil zu unterbinden. Mit jedem Tod schenkt man den Widersachern in dieser Zeitspanne wertvolle Punkte, während man selbst kein wirkliches Ziel verfolgt. Dem Gegner aus dem Weg zu gehen und ihm einfach für die Dauer des Powerplays möglichst viele Punkte zu verwehren, scheint für viele Spieler die optimale Strategie zu sein.

Das geht sogar soweit, dass zahlreiche Hüter in den 20 Sekunden lieber in den Tod springen, als sich ihren Gegnern zu stellen. Denn auch, wenn Verstecken oder Zurückziehen ab und zu funktioniert, so erweisen sich dafür die meisten Maps im 6vs6 doch zu klein. Einige Spieler sagen, dass der Hauptgrund für einen Sieg oder für ein noch gedrehtes Match die Tatsache war, dass man das gegnerische Team während des Powerplays erfolgreich mied, während diese allesamt mit gezündeten Supern auf Jagd gingen.

Destiny-2-Saladin

Wie kann man das Powerplay verbessern? Zahlreiche Fans fordern nun eine Überarbeitung. Und auch Verbesserungsvorschläge aus der Community gibt es mehr als genug. So schlagen einige beispielsweise vor, dass das Powerplay 10 oder mehr Punkte für das Team-Konto bringt, anstatt die Zonen zu sperren. Andere sagen, eine Reduzierung der Zeitsperre würde bereits ausreichen. Auch eine Art Ziel, das bei Einnahme die gesamte Sperre wieder aufheben würde, steht im Raum.

Wiederum andere Spieler fordern ein Straf-System für all diejenigen, die sich mehrfach in den Abgrund stürzen. So wäre es vorstellbar, das man einen Sprung in den Tod mit einem Punkt für das gegnerische Team ahndet, sich dafür der Respawn Timer erhöht oder man bei wiederholten Mal aus dem Match gekickt wird.

Wie seht Ihr diese Problematik? Hab Ihr ähnliche Erfahrungen gesammelt oder könnt Ihr den Wirbel um das Powerplay nicht nachvollziehen?

von Sven
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