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Jan. 23, 2019 | 14:03 Uhr

Bei Destiny 2 steht der Content-Plan bis zum Herbst 2019. Doch gerade nach der Trennung von Bungie und Activision fragen sich viele: Was kommt danach?

So ist der aktuelle Stand zu künftigen Inhalten für Destiny 2: Ende des vergangenen Jahres hat Bungie offen und anschaulich kommuniziert, welche Inhalte bis einschließlich August 2019 bei Destiny 2 die Spieler erwarten können. Doch vor Kurzem hat sich Bungie überraschend von dem bisherigen Publisher Activision getrennt und verkündet, dass man das Destiny-Franchise in Zukunft alleine weiterführen wird. Das sorgte für ganz schönen Wirbel und Unsicherheit.

Deshalb fragen sich nun zahlreiche Fans mehr denn je, wie die Zukunft von Destiny 2 aussehen wird. Bungie selbst hat bereits bekräftigt, dass an den geplanten Jahrespass-Inhalten festgehalten wird. Was die Pläne darüberhinaus angeht, tappen die Fans jedoch im Dunkeln.

So könnte die Zukunft von Destiny 2 aussehen

Mit dem Jahrespass für Forsaken werden die Fans noch bis einschließlich August 2019 versorgt. Dann endet sie Season 7 und somit auch der letzte bisher geplante Content für Destiny 2. Wir stellen einige Möglichkeiten vor, wie es im Herbst 2019 weitergehen könnte.Destiny 2 forsaken cayde last stand

Die nächste große Erweiterung

Das spricht dafür: Naheliegend wäre zunächst eine große Erweiterung im Stile von Forsaken. Damit würde Bungie der bisherigen „Tradition“ treu bleiben. Dafür spricht das bisherige Release-Muster beim Destiny-Franchise. So wurde Destiny 2014 herausgebracht, es folgten großen Erweiterungen in den Jahren 2015 und 2016.

Destiny 2 wurde 2017 veröffentlicht und erhielt im Herbst 2018 ebenfalls eine große Erweiterung – Forsaken. Sollte Bungie sich an dieses Release-Schema halten, wäre eine zweite große Erweiterung durchaus wahrscheinlich.

Das würde sich auch mit den Vorhersagen von Analyse-Unternehmen und einiger Experten decken, die ein Destiny 3 für das Jahr 2020 vorhersagen – trotz der Trennung von Activision. Das würde ebenfalls zum bisherigen Release-Muster passen.destiny 2 eintausend stimmen

Zudem dürften die internen Pläne für den Herbst bereits vor der Trennung gestanden haben. Durch die Scheidung müssten sie nun nicht zwangsläufig verworfen werden, wenn bereits an diesen Inhalten gearbeitet worden ist.

Man weiß nicht, inwieweit sich Bungie und Activision vertraglich bei ihrer „Scheidung“ geeinigt haben. Es wäre durchaus denkbar, dass sich die Seiten verpflichtet haben, laufende Projekte noch fertigzustellen, bevor man sich endgültig voneinander abwendet. In der Geschäftswelt sind solche Vereinbarungen gang und gäbe.

Auch der bekannte Leaker AnonTheNine hat darüber gesprochen, dass ein Destiny 3 bereits in Entwicklung sein soll, was sich mit der Meinung der Analytiker decken würde. Der Redditor gilt dabei in der Community als hoch angesehen und zuverlässig. Alle seine bisherigen Leaks zu Destiny 2 hatten sich bislang bewahrheitet. Allerdings ist diese Äußerung noch vor der Trennung von Activision gefallen.D2_Forsaken_Gamescom_Gear_07

Das spricht dagegen: Einer der größten Faktoren, der dagegen spricht, ist das Wegbrechen wichtiger Ressourcen – genauer gesagt der beiden Activision-Studios Vicarious Visions und High Moon Studios. Denn für den Content-Nachschub und Entwicklungsarbeiten war Bungie längst nicht mehr alleine zuständig.

Sollten die beiden Entwickler-Schmieden für künftigen Content eingeplant gewesen sein, so dürfte es für Bungie kaum möglich sein, diesen Verlust zu kompensieren. Eine Erweiterung wäre dann zwar immer noch denkbar, aber dann der Herbst-Termin immer noch gehalten werden könnte, bleibt fraglich.

Auch fällt der Druck und die Verpflichtung gegenüber dem Publisher weg, sodass Bungie nicht länger gezwungen wäre, sich an das bisherige Release-Muster zu halten.D2_Forsaken_Gear_PS4_07

Mehr Content mit dem Annual-Pass-Modell

Das spricht dafür: Nachdem durch die Trennung wichtige Man-Power wegfällt, wären weitere Inhalte mit dem Annual Pass für Bungie die wohl einfachste Lösung. Man könnte einfach mit einer 4. Season an die bisherigen Inhalte anknüpfen oder das gesamte 3. Jahr von Destiny 2 mit dem Annual Pass fortsetzen.

Das ist gar nicht so unwahrscheinlich. Denn der Leaker AnonTheNine, dem nachgesagt wird, einen Insider bei Bungie zu haben, hat bereits erklärt, dass das Jahr 3 ebenfalls einen Annual Pass bekommt. Das schließt zwar nicht eine Erweiterung oder einen DLC zum Start des 3. Jahres aus, aber ohne die nötigen Ressourcen könnte sich Bungie gezwungenermaßen damit begnügen müssen.destiny 2 kriegsgeist ikelos hunter titan

Das spricht dagegen: Bereits jetzt klagen zahlreiche Fans, dass der Annual Pass nicht ausreichend Content liefert, um die Hüter über eine so große Zeitspanne bei Laune zu halten. Sollte Bungie ein weiteres Jahr nach diesem Modell dranhängen, könnten sich weitere Spieler von Destiny 2 abwenden.

Dass Bungie mit einem Annual Pass für Jahr 3 mehr Inhalte liefern könnte, ist aufgrund der beschnittenen Ressourcen eher unwahrscheinlich. Dieser Schritt würde vermutlich nur erfolgen, wenn Bungie keine anderen Möglichkeiten mehr hat, Destiny 2 mit frischen Inhalten zu versorgen.

Ein klassischer DLC

Das spricht dafür: Eine weitere denkbare Lösung wäre ein klassischer DLC wie beispielsweise Kriegsgeist. So müsste Bungie keine große Erweiterung aus dem Boden stampfen, würde den Fans zum Start von Jahr 3 aber trotzdem mit einem neuen Content-Paket erfreuen. So manch ein Fan dürfte sich mit einem DLC mit dem Umfang von Kriegsgeist sicherlich zufrieden geben.destiny_2_Kriegsgeist_insight_terminus_Main

Gerade in Verbindung mit einem Season Pass für Jahr 3 wäre ein solcher Schritt möglich, sofern Bungie die nötigen Ressourcen hat, die jedoch nicht für eine vollwertige Erweiterung reichen würden.

Das spricht dagegen: Eigentlich hat sich Bungie von diesem Modell bereits verabschiedet. Das Studio hatte bereits mehrfach betont, dass der Annual Pass nun der neue Weg sei, den man im Bezug auf Content-Lieferungen gehen möchte.

Ob jedoch die Trennung von Activision und die damit einhergehende Situation das Studio nochmal zum Umdenken bewegt, bleibt abzuwarten. In Bungies aktueller Lage wäre es jedoch eine durchaus denkbare Möglichkeit.D2_Black_Armory_Press_Kit_Forge1_07

Keine neuen Inhalte

Das spricht dafür: Auch wenn das sicherlich die unwahrscheinlichste Möglichkeit ist – undenkbar ist sie nicht.

Der Druck vom Publisher und die vertragliche Pflicht, zu bestimmten Zeiten zu liefern, ist nun weg. Bungie könnte sich also voll und ganz darauf konzentrieren, ihre eigene uneingeschränkte Vision von Destiny ohne Kompromisse zu verwirklichen, möglicherweise bereits in einem neuen Destiny-Titel.

Destiny 2 würde dann nur mit einigen saisonalen Events wie Anbruch oder Festival der Verlorenen versorgt und ansonsten auf Sparflamme gehalten werden. Währenddessen könnte sich das Studio ganz ohne Druck neuen Inhalten für Destiny 2 oder gar dem nächsten Destiny-Titel widmen und dann qualitativ hochwertig abliefern.D2_Black_Armory_Press_Kit_Forge1_04

So könnte es zwar passieren, dass Destiny 2 dafür „geopfert“ oder zumindest vernachlässigt wird, doch die Fans haben bereits oft betont, dass Bungie nicht hetzen, sondern lieber gute Inhalte liefern soll. Wenn das Studio es richtig kommuniziert, würden viele Fans ihnen eine längere Durststrecke verzeihen, wenn man am Ende im Gegenzug mit tollem Content entschädigt wird.

Das spricht dagegen: Das würde jedoch auch die Gefahr bergen, dass Destiny 2 in dieser Zeit sehr viele Spieler verliert, die sich nicht länger zu beschäftigen wissen.

Ob man diese Spieler dann je wieder zurückgewinnen kann, ist fraglich. Denn dass selbst von Kritikern und Fans gefeierter Content es schwer hat, ausreichend Spieler zurückzuholen und neue zu gewinnen, hat bereits die Forsaken-Erweiterung bewiesen.D2_Black_Armory_Press_Kit_Ada_01

Dass Bungie sich also für diesen Schritt entscheiden könnte, ist nicht sehr wahrscheinlich, sollte man Destiny 2 noch nicht aufgegeben haben und keinen anderen Ausweg mehr sehen.

Was denkt Ihr? Wie wird es mit Destiny 2 im Herbst weitergehen? Haltet Ihr eine andere Möglichkeit für wahrscheinlich?

von Sven
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