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Jan. 25, 2019 | 10:02 Uhr

Nach der Trennung von Bungie muss sich der Publisher Activision wohl auf langwierige Prozesse einstellen. Es werden erste Sammelklagen durch Investoren eingereicht. Was ist da los bei den Machern von Destiny 2?

Das ist der aktuelle Stand: Kaum einer hat wohl damit gerechnet, dass Anfang des Monats das Entwickler-Studio Bungie und der Publisher Activision plötzlich Ihre Trennung verkünden würden. Die Rechte an Destiny verbleiben dabei komplett bei Bungie, die ihre Marke selbstständig weiterführen werden.

Die Überraschung war groß – auch bei zahlreichen Investoren. Einige große Anwaltskanzleien haben daraufhin mit Untersuchungen begonnen, ob Activision in „nicht der Rechtslage entsprechenden Geschäftspraktiken“ verwickelt war. Nun gibt es jedoch die ersten Klagen gegen den Publisher.

ExoConcept destiny

Rasputin in seiner ursprünglichen Gestalt

Wer klagt gegen Activision? Zahlreiche Investoren fühlen sich um ihr Geld betrogen. Über die Anwaltskanzleien Rosen Law Firm und die Shaw Law Firm wurden deshalb nun erste Sammelklagen eingereicht. Besonders die Rosen Law Firm gilt als Experte auf diesem Gebiet und gehört zu den ältesten drei Kanzleien in den USA.

Es werden Interessen von Investoren vertreten, die Wertpapiere von Activision Blizzard im Zeitraum vom 2. August 2018 bis zum 10. Januar 2019 erworben haben. Bis Mitte März haben Betroffene noch Zeit, sich der Klage anzuschließen.

Was wird Activision vorgeworfen? Konkret wird Activision Blizzard vorgeworfen, falsche und irreführende Aussagen in der Öffentlichkeit und gegenüber Investoren getätigt zu haben, obwohl man offenbar von der anstehenden Trennung wusste. Beispiele für solche Äußerungen werden jedoch nicht genannt.Destiny-Concept-Art-Tank

Darum wird geklagt: Den Klagen zufolge haben Investoren durch diese Aussagen seitens Activision Geld verloren. Denn nach überraschendem Bekanntwerden der Trennung stürzte die Activision-Aktie um fast 10%, wodurch der Verlust letztendlich zustande kam. Das wollen zahlreiche Investoren nicht auf sich sitzen lassen.

Neben Titeln wie Call of Duty war das Destiny-Franchise einer der größten Pfeiler in Activisions Portfolio. Der Verlust eines Franchise, das zur bestverkauften neuen IP zum Launch wurde und bereits am ersten Tag 500 Millionen US Dollar einbrachte, hatte demnach starke Auswirkungen auf den Kurs der Aktie.Aktien-Kurs-Activision

Wie geht es jetzt weiter? Ob die Vorwürfe und Klagen vor Gericht standhalten ist aktuell nur schwer abzuschätzen. Fest steht nur, dass Activision sich wohl auf langwierige Prozesse einstellen kann. Denn hier wird es wohl umfangreiche und tiefgreifende Untersuchungen geben, die in ähnlichen Fällen auch Jahre in Anspruch nehmen können.

Die Angelegenheit bleibt also spannend und wir werden sie hier bei MeinMMO für Euch weiterverfolgen. Wie es mit Destiny 2 weitergeht, ist zumindest bis August 2019 klar. Doch dann wird es auch rund um das Destiny-Franchise spannend: Wie geht es mit Destiny 2 nach dem Annual Pass im Herbst weiter?

Was denkt Ihr, wie die Prozesse für Activision verlaufen werden?

von Sven
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