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Feb. 22, 2019 | 09:27 Uhr

Vor Kurzem führte Call of Duty: Black Ops 4 Loot-Boxen ein. Das brachte viele Fans auf die Barrikaden, Lügen-Vorwürfe wurden laut. Nun hat Treyarch zu diesen Vorwürfen Stellung bezogen.

Was ist passiert? Mit dem Start der neuen Saison in Form der Operation Grand Heist kamen bei Black Ops 4 neben zahlreichen neuen Inhalten und Features auch Loot-Boxen ins Spiel.

Das sorgte für großen Unmut bei überwiegenden Teilen der Fan-Gemeinschaft. Foren, soziale Medien und Reddit sind voll von kritischen Beiträgen, wütenden Reaktionen und Boykott-Aufrufen.

Der Studio Design Lead von Treyarch, David Vonderhaar, wurde in Verbindung mit den Loot-Boxen gar der Lüge bezichtigt. Nun hat Vonderhaar auf die Vorwürfe reagiert und sich gewehrt.

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Was wird überhaupt vorgeworfen? Konkret wird Vonderhaar vorgeworfen, in einem Interview mit der Seite Game Informer gelogen zu haben. Dort ging er vor Release des Spiels darauf ein, dass beispielsweise weitere Charaktere bei Black Ops 4 nicht durch Loot-Boxen freigeschaltet werden, sondern nur durch Missionen und Fortschritt im Spiel.

Das sei nun ganz offensichtlich nicht der Fall. Denn die Loot-Boxen umfassen neben rein kosmetischen Inhalten offenbar auch Waffen und Charaktere aus vergangenen Operationen.

Das sagt Vonderhaar zu den Vorwürfen: Der Design Director wehrt sich und betont, dass es zum Zeitpunkt des Interviews genau so war.

Black Ops 4 Schwarzmarkt

Doch Dinge hätten sich nun mal im Verlauf geändert. Dinge, von denen er damals weder gewusst hat, noch die er hätte vorhersehen können. Gerade bei wirtschaftlichen Aspekten und Entscheidungen, in die er keinen Einblick hat, geschweige denn kontrollieren kann.

Er könne sich immer nur darauf beziehen, was man bereits getan hat oder was man plant, zu tun. Er versuche, so gut es geht und mit allen ihm verfügbaren Informationen auf Fragen zu antworten.

Und wenn sich Dinge dabei mit der Zeit ändern, dann kann man ihn vielleicht vorwerfen, kein Hellseher zu sein. Aber nicht als Lügner darstellen, der versucht, die Fans absichtlich zu hintergehen. Das sei definitiv nicht der Fall.

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Die Alternative dazu sei, einfach keine Interviews mehr zu geben. Mit diesem Gedanken habe er in letzter Zeit auch verstärkt gespielt, so Vonderhaar.

So reagieren die Fans auf die Antwort: Zahlreiche Fans zeigen Verständnis für den Studio-Chef und betonen, dass er mit Sicherheit nicht für die Mikrotransaktionen oder Loot-Boxen im Spiel verantwortlich sei.

Das sei Sache von Activision, nicht die eines Design Directors. Aus seiner Antwort lasse sich deutlich erschließen, dass die Loot-Boxen wohl durch Activision forciert wurden.

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Doch es gibt auch viele Spieler, die Vonderhaars Stellungnahme nicht zufriedenstellen konnte. Es wird ihm immer noch Unehrlichkeit und Unaufrichtigkeit vorgeworfen.

Denn durch seine jahrelange Zusammenarbeit mit Activision sollte er bereits genug Erfahrung haben, um Aussagen wie im Interview zu vermeiden oder zumindest zu hinterfragen. Er hätte sich genau ausmalen können, dass Loot-Boxen ins Spiel kommen werden und dass es für Spieler wichtig sein wird.

Zur weiteren Diskussion hat sich Vonderhaar allerdings nicht mehr geäußert.

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Was haltet Ihr von der Antwort Vonderhaars? Habt Ihr Verständnis für seine Situation oder denkt Ihr auch, er hätte es besser wissen müssen?

von Sven
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