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Jan. 04, 2019 | 13:04 Uhr

Eine Mikrotransaktion in Call of Duty: Black Ops 4 sorgt für Diskussionen. Denn bei dem Item handelt es sich um einen einzelnen roten Punkt für 1$.

Um dieses Item geht es: Bei Call of Duty: Black Ops 4 gibt es Mikrotransaktionen. Die wurden nach dem Launch mit einiger Verzögerung eingeführt.

Meistens sind das Skins, die man für Punkte kaufen kann. Und diese Punkte gibt es für echtes Geld. Alternativ muss man sich die Währung für den Schwarzmarkt mühsam ergrinden.

An Mikrotransaktionen haben sich die Leute mittlerweile gewöhnt. Doch ein Item erhitzt die Gemüter zumindest in der Presse und auf YouTube: der „Open Dot“. Es ist ein roter Punkt, der für 100 CoD-Punkte verkauft wird. Das sind 1$ in der echten Welt.

Der Punkt dient als Zielvorrichtung, also als Fadenkreuz, für die Reflex-Gun: ein Reticle. Nur der Spieler, der es kauft, kann es sehen, für andere bleibt der kleine Punkt unsichtbar.

Roter-Punkt

Der „offene Punkt“ ist ein Extra für die Waffe „Reflexvisier“ – Quelle: Golem.de

Darum wird darüber gesprochen: Die Leute irritiert es, dass es hier wirklich „nur“ um einen einzelnen roten Punkt geht und offenbar wenig bis keine Arbeit in dieses kosmetische Item geflossen ist.

  • Die Seite Gamingbolt spricht von einem „neuen Tiefpunkt der Mikrotransaktionen“
  • Die Seite Golem kritisiert ein „absurd wirkendes Preis-Leistungsverhältnis“. Der Grafiker habe da nur wenige Augenblicke dafür aufwenden müssen. Und zu sehen sei fast nichts.
Open-Dot-CoD

Bis zum 1. Januar war der rote Punkt im Angebot – ein Schnäppchen.

Der YouTuber Boogie2988 stellt ebenfalls die Absurdität dieses roten Punkts heraus. Er verstehe, warum sich Spieler in League of Legends Skins holten, um aufzufallen und herauszustechen.

Aber ein roter Punkt für 1$ sei kein cooler Skin, den jeder sehen könne.

Wenn Spieler das wirklich bräuchten, dann sollten die Entwickler das kostenlos ins Spiel schmeißen.

Interessant ist, dass es in der Community von CoD offenbar kein so großes Thema ist, sondern eher eins auf YouTube und in der Presse. Die Spieler von CoD diskutieren auf Reddit eher Bugs, Lags und Absurditäten als einen roten Punkt.

Das steckt dahinter: Es geht hier nicht um den Einzelfall, sondern um eine grundlegende Unzufriedenheit, welche Ausmaße Mikrotransaktionen annehmen.

Meme-CoD

Quelle: Reddit

Die vorherrschende Meinung unter den Spielern ist wohl: Statt sich auf Mikrotransaktionen zu konzentrierten, sollte Treyarch lieber das Spiel reparieren und verbessern.

Der Fokus auf Mikrotransaktionen scheint vielen Spielern zwar zu missfallen, doch aber Bugs und Probleme regen sie sich bei Black Ops 4 im Moment mehr auf.

von Schuhmann
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