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Dec. 14, 2018 | 17:42 Uhr

Im Rahmen einer Umstrukturierung will Hardware-Hersteller ASUSTeK Computer Inc. (Asus) seine Smartphone-Sparte neu ausrichten und sich künftig mehr auf Modelle für Spieler und Power-User konzentrieren.

Nur noch Gaming-Smartphones? Smartphone-Modelle von Asus, wie etwa die ZenFone-Reihe, konnten angesichts des starken Wettbewerbs unter den verschiedenen Herstellern bisher nie nennenswerte Marktanteile einheimsen.

Im Oktober dieses Jahres erfolgte mit der Markteinführung des Asus ROG Phone das erste speziell auf Spieler ausgerichtete Modell aus eigenem Hause, das der Konzern nun offenbar als Zukunft sieht: Künftig will man sich bei Smartphones „in erster Linie auf Spieler und Power-User konzentrieren“, wie der Branchendienst Digitimes berichtet.

asus rog phone 1

Das ist zwischen den Zeilen zu lesen: Während die bisherigen Smartphone-Modelle von Asus keine nennenswerten Absatzzahlen erzielen konnten, rechnet sich das Asus ROG Phone offenbar bereits kurz nach der Markteinführung oder zumindest noch am ehesten. Daher erscheint eine Fokussierung nur logisch.

Umstrukturierung erstmal kostspielig: Um Verluste aus dem Lagerbestand, Abschreibungen auf Vorauszahlungen und Kosten aus der Unternehmensreorganisation zu decken, soll ein Betrag in Höhe von umgerechnet rund 178,1 Millionen Euro aufgewendet werden.

Dadurch wird erwartet, dass die Gesamtprofitabilität von Asus 2018 einen neuen Tiefststand erreichen wird, seit es 2010 den Auftragsfertiger Pegatron ausgegliedert hat.

Wie steht es mit anderer Asus-Hardware? Alle Abteilungen abseits der Smartphone-Sparte sollen auch im vierten Quartal Gewinne erzielen und das Unternehmen insgesamt profitabel bleiben. Letztlich sollen die Einmalausgaben für die Umstrukturierung auch die Smartphone-Sparte langfristig erfolgreich machen.

Erfolg bei Gaming-Notebooks, neues Geschäftsfeld angestrebt

Asus hat nach eigenen Angaben in diesem Jahr Lücken in seiner Gaming-Produktpalette geschlossen, wodurch der Absatz von Gaming-Notebooks im Laufe des Jahres zugenommen und ein jährliches Wachstum von 20 Prozent verzeichnet hat.

Expansionsziel: Für 2019 will Asus sein Marketing in einigen Märkten, wie den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum, verstärken und erwartet, dass es in beiden Regionen Führungspositionen einnehmen wird.

asus rog notebook

Wechsel in der Chefetage: Nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit und 11 Jahren als CEO und Präsident scheidet Jerry Shen Ende Dezember aus dem Unternehmen aus.

Ihm folgen SY Hsu und Samson Hu als Doppelspitze in der Unternehmensführung, die bisher das PC-Geschäft respektive das das weltweite Kundendienstgeschäft leiteten.

AI und IoT als neues Standbein: Neben der Neuasurichtung der Smartphone-Sparte will Asus innerhalb der nächsten drei Jahre auch zu einem führenden Akteur in den Bereichen Künstliche Intelligenz (AI) und „Internet der Dinge“ (IoT) aufsteigen.

Dafür will der Konzern umgerechnet rund 287,5 Millionen Euro in die Hand nehmen. Neben weiteren Investitionen und Akquisitionen soll auch eine 30-prozentige Beteiligung an dem neuen Unternehmen des scheidenden Geschäftsführers erfolgen, das sich auf die genannten Bereiche konzentriert.

 

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