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May. 10, 2019 | 10:43 Uhr

Artifact hätte eigentlich der neue Kartenspiel-Hit von Valve werden sollen. Allerdings klappte das nicht so wirklich. Stattdessen sank das Interesse am Spiel immer weiter. Und damit auch der Wert der Karten, die allesamt auf dem Marketplace handelbar sind.

So stark ist der Wert der Karten gesunken: Karten können in Artifact entweder durch direktes Kaufen auf dem Marktplatz, durch Kauf von Booster-Packs oder durch das sogenannte „Keeper’s Draft“ erhalten werden.

Durch den Steam-Marktplatz können Spieler die Karten frei untereinander handeln. In den Monaten seit Release von Artifact im November 2018 ist der Wert sämtlicher Karten jedoch stark gesunken. Die Website „howmuchdoesartifactcost.com“ verfolgt den Preis einer kompletten Sammlung über den Marktplatz.

Laut dieser Website ist der durchschnittlich zu zahlende Preis für eine Kopie jedes Helden und drei Kopien aller anderen Karten aktuell 41,01$. (etwa 36,50€, Stand 10. Mai um 11:45 Uhr) Der Höchststand einer kompletten Sammlung im Durchschnitt lag am 30. November 2018 bei 298,87$. (etwa 266€)

Artifact aktuelle Kosten Mai 2019
Die Preisanzeige auf howmuchdoesartifactcost

Wovon hängt der Preis der Karten ab? Den Preis der Karten bestimmen Spieler selbst. Geregelt wird der Marktplatz im Prinzip durch Angebot und Nachfrage. So passierte es auch, dass die teuerste Karte von Artifact zu Beginn teurer war als das Spiel selbst.

In den vergangenen Wochen und Monaten ging es Artifact aber immer schlechter. Von ehemals 60.000 Spielern gleichzeitig fiel Artifact bereits im Januar 2019 auf 3000 Spieler ab. Mittlerweile ist die Spitzenspielerzahl laut steamcharts in den vergangenen 30 Tagen bei gerade einmal 166 Spielern gleichzeitig angelangt. (Stand: 10. Mai um 11:45 Uhr)

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Für einige Spielmodi braucht man eine gute Sammlung.

Wie geht es nun weiter? Im März hat sich Valve zu dem schlechten Stand des Spiels geäußert. Nachdem Spieler sich reihenweise beschwert und schließlich aufgehört haben, zu spielen, kam eine Antwort.

In der Antwort hieß es jedoch lediglich, dass Artifact „eine Chance“ sei, sich „zu verbessern und dieses Wissen dafür zu nutzen, ein besseres Spiel herzustellen.“ Seit dieser Antwort Ende März ist auch der Twitter-Account wieder still.

Ob und wie Artifact weitergehen wird, steht nicht fest. Und Artifact ist auch nicht das einzige Großprojekt, das scheiterte:

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