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Apr. 21, 2019 | 15:43 Uhr

Das Online-RPG Anthem wird im Augenblick schlechter behandelt, als es gerecht wäre. Das findet zumindest der Chef von Star Citizen, Chris Roberts.

Anthem ist wohl eines der umstrittensten Spiele 2019. Neben vielen spielerischen Kritikpunkten sorgten auch Enthüllungen über Arbeitspraktiken bei BioWare für Schlagzeilen und warfen kein gutes Licht auf das Spiel.

Allerdings ist nicht alles schlecht und vieles braucht nur etwas Verbesserung – das sagt zumindest Chris Roberts, der Chef hinter dem in Entwicklung befindlichen Spiel Star Citizen.

Star Citizen Chris Roberts
Chris Roberts

Wo wurde das behauptet? In einem Interview mit Newsweek sprach Roberts über die Entwicklung von Star Citizen und verglich sie dabei mit Anthem.

„Ich hab’s gespielt [Anthem]. Also weiß ich, dass viel Gutes drinsteckt. Gute Dinge, die funktionieren, aber auch einige Dinge, die nicht funktionieren. (…) Ich hoffe, dass EA und BioWare nicht aufgeben, die Köpfe einziehen, sich an die Arbeit machen und die Dinge verbessern, damit sie funktionieren.“

Chris Roberts

Es gäbe viele Spiele, die „komplett ruiniert“ seien, aber das sei bei Anthem nicht der Fall.

Roberts vergleicht Anthem mit No Man’s Sky, die auch viel Ärger abbekommen hätten, weil die Erwartungen der Spiel viel höher lagen. Doch das Team von No Man’s Sky habe die Kurve bekamen. Jetzt habe sich die Wahrnehmung geändert.

Das traut Roberts augenscheinlich auch BioWare mit Anthem zu.

Anthem Interceptor Pilot

Anthem hat den EA-Nachteil: Ein weiterer Faktor für die schlechte Wahrnehmung von Anthem sei der Ruf von EA bei den Spielern, glaubt Roberts.

EA habe den Ruf, Dinge kaputt zu machen. Dazu komme Mass Effect Andromeda, das sich angefühlt habe, als sei es zu früh veröffentlicht worden.

Dieses Gefühl hätten Spieler jetzt bei Anthem ebenfalls.

Nur die negativen Stimmen waren laut: Auch die Debatte um die harte „Crunch Time“ bei BioWare, die von Kotaku aufgedeckt wurde, sieht Roberts eher kritisch. Dort hätten sich eben nur die gemeldet, die eine negative Erfahrung erlebt hätten. Es gab sicher auch viele bei BioWare, die ein deutlich positiveres Erleben gehabt hätten.

Bei Star Citizen bemühe man sich darum, die 40-Stunden-Woche einzuhalten. Insgesamt mache die Industrie hier viele Fortschritte.

Anthem Titan der Verwüstung

Das muss Anthem jetzt machen: Roberts glaubt, ein Spiel wie Anthem müsse wieder und wieder überarbeitet werden, damit es gut wird.

Die meisten Spieler verständen nicht, wie schwierig es ist, etwas so abzuliefern, dass es einwandfrei laufe. Es gebe Sachen, die funktionieren, und andere Nichts. Auch Destiny sei ein fortlaufender Prozess gewesen.

Parallelen zieht er hier auch zu seinem Spiel Star Citizen: Da laufe es ähnlich.

Dazu wünscht sich Roberts von Anthem, es gebe ein bisschen mehr und es sei ein bisschen tiefer. Die Story und die Lore wünscht sich Roberts etwas dynamiker.

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Wie ist eure Meinung zu Anthem? Seid ihr der Ansicht, dass das Spiel nur ein paar Verbesserungen braucht, um richtig gut zu werden? Oder hat man Anthem gegen die Wand gefahren?

von Cortyn
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