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Apr. 27, 2019 | 13:17 Uhr

Bei dem Online-Shooter Anthem herrscht dicke Luft. Jetzt bezieht der Community Manager Jesse Anderson von BioWare Stellung. Vor allem auf die Kritik an dem peinlichen Stream vor ein paar Tagen geht er ein. In dem Stream war auf Twitch war die miese Stimmung jederzeit zu spüren.

Warum war die Stimmung im Stream so mies? Es gab ein Problem in der Erwartungshaltung:

  • Die Mitarbeiter von BioWare wollten lediglich den neuen Stronghold vorstellen, der ein paar Stunden vorher im neuen Update live gegangen war.
  • Die Fans im Chat hatten aber Fragen zur Zukunft von Anthem und vor allem zum Loot. Diese Fragen beantworteten die BioWare-Mitarbeiter aber nicht, sondern ignorierten sie.

Das sagt der Community Manager: Jesse Anderson von BioWare sagt auf Twitter, der Stream war echt schwierig für ihn. Das wolle er auch gar nicht verstecken.

Er konnte den Leuten nicht die Antworten geben, die sie wollten, und es sei unheimlich schwer gewesen, überhaupt Fragen aus dem Chat zu ziehen, die was mit dem zu tun hatten, was die BioWare-Mitarbeiter im Stream da eigentlich machten.

Anthem-Loot
Das war die Stelle mit dem „Purple Rain“ – dem schlechten lilafarbenen Loot.

Erstarrt, statt coolen Spruch zu bringen

Das war die schlimmste Stelle: Im Stream zu Anthem haben Anderson und ein Entwickler nach einigem Zögern eine Truhe geöffnet, aus der lila Gegenstände fielen. Es war klar, dass der Loot mies war.

Aber im Stream ist keiner auf diese Situation eingegangen. Es entstand ein kurzes peinliches Schweigen.

Das wurde heftig kritisiert. BioWare hätte den „Elefanten im Raum“ ignoriert.

Das sagt Anderson: Der sagt, als die Truhe aufging, hätte er fast „Purple Rain“ gesagt. Aber hat das nicht gemacht, sondern wäre erstarrt und hätte keine Worte gefunden, weil er nicht wusste, wie die Leute auf „Purple Rain“ reagiert hätten.

Normalerweise würde er über sowas einfach lachen und einen Spruch bringen – aber im Moment sei die Lage so angespannt, dass es nicht geht.

Er hofft, dass man wieder an einen Punkt gelangt, an dem man in Streams zusammen mit der Community Spaß haben kann.

„Das verdammte Kabel hat mein Leben zur Hölle gemacht.“

Das war das Problem: Aus der Sicht von Anderson war das Problem, dass man den Stream um eine Woche verlegen musste.

Eigentlich war geplant, den Stream eine Woche vorm Patch zu zeigen und einfach die neue Festung und das neue Update vorzustellen, die eine Woche später kommen würden. Da hätte man neue Informationen gehabt.

Aber das „verdammte Kabel“ hätte sein Leben in eine Hölle verwandelt – denn wegen eines durchschnittenen Kabels musste Bioware den Stream um eine Woche verschieben.

So hatte man eigentlich nichts Neues mitzuteilen, sondern konnte nur auf den Reddit-Post zur Zukunft von Anthem verweisen.

So will er solche Situationen vermeiden: Anderson sagt, er will alles, was in seiner Macht steht, tun, um solche Situationen in der Zukunft zu vermeiden.

  • Man will daher künftig klarstellen, um was es im Stream geht und dass man nur darüber spricht, damit die Zuschauer wissen, was sie erwarten können
  • Außerdem sollen die Streamer nicht gleichzeitig spielen und reden. Denn man könne eigentlich nur über das reden, was man gerade spiele, sonst sei es wahnsinnig schwer
  • Und er wisse, dass Leute über Drops reden möchten, da schaut er auch mal, was er machen kann
  • In Zukunft will er sich aber darum bemühen, nicht mehr so lange still zu sein – wenn er doch Funkstille halten muss, will er die Community informieren

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