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Meinung
Feb. 21, 2019 | 13:16 Uhr

Im März soll in Anthem dieses große Ding passieren, das laut BioWare die gesamte Welt verändern kann: ein Cataclysm. Hier wird die Zukunft von Anthem definiert, denkt unsere Autorin Leya.

Im aktuellen Livestream sprach BioWare über die Zukunft von Anthem. Besonders spitzten sich meine Ohren, als die Entwickler betonten, wie Anthem technisch gebaut sei. Ihr Spiel sei so konzipiert, dass es den Entwicklern ein leichtes ist, Komponenten in der Welt zu verändern.

Seit Monaten schon deutet BioWare an, dass Anthem nach dem Release erst richtig loslegt, was die Entwicklung der Welt und seine Geschichte betrifft.

Anthem soll über Story-Events wie eine Netflix-Serie funktionieren, zu der Spieler immer wieder zurückkehren, um zu erfahren wie es weitergeht. Ich bin schon ziemlich gespannt, was das konkret für Anthem bedeutet.

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Die Figuren aus Anthem sollen durch Events sterben können oder es tauchen neue auf.

Roadmap für März zeigt Cataclysm

Was ist ein Cataclysm? Das sind riesige Naturgewalten, die durch die Hymne der Schöpfung entstehen. Oft geht ihnen ein gewaltiger Sturm voraus, der sich am Himmel abzeichnet. Cataclysms erschaffen etwa neue Lebensformen, sind in der Lage den Grund bersten zu lassen oder lassen gar Flüsse rückwärts fließen.

Anthems Roadmap für den März ist bereits veröffentlicht. Sie ist in mehrere Abschnitte unterteilt, den Höhepunkt bildet der Cataclysm. Auf der Roadmap heißt es: „Die fortlaufende Geschichte von Anthem beginnt.“

Wann kommt der Cataclysm? Der genaue Zeitpunkt geht aus der Roadmap nicht hervor. Der große Höhepunkt könnte also auch nach März kommen. Ab März können wir aber mit Events rechnen, die auf den Cataclysm vorbereiten.

Im März kommt das erste Update von Anthem, das in verschiedene Akte aufgeteilt ist.

Wie so ein Cataclysm im Detail aussieht, wissen wir bisher nicht. BioWare hüllt sich noch in Schweigen, was ein Cataclysm und die Story-Events für das Spiel bedeuten. Es heißt immer nur, dass es etwas Gewaltiges wird.

Wir wissen nur, dass die verschiedenen Akte dazu dienen, den Cataclysm vorzubereiten. Spieler sollen Hinweise entdecken und rätseln, was es mit den Veränderungen in der Welt auf sich hat. Der Cataclysm ist das etwas wie der große Knall, der alles auflöst.

Ein Urteil über Anthem ist jetzt zu früh

Bevor ich die Ereignisse im März nicht gesehen habe, scheue ich mich über die Beurteilung von Anthems Langlebigkeit.

Die Geschichte soll jetzt erst beginnen: BioWare betonte immer wieder, dass Anthem so konzipiert sei, dass es Häppchen zu spielen geben soll, um Content-Dürre zu verhindern.

Die Geschichte von Anthem wird zum Teil jetzt schon hart kritisiert, dabei fängt sie laut der Entwickler eigentlich jetzt erst an. Man habe die Geschichte bereits für Jahre vorbereitet. Anthem können jederzeit neue Missionen, Welt-Events oder Storylines hinzufügt werden.

Die Welt von Anthem soll sich noch im Laufe der Zeit verändern.

Der erste Cataclysm wird richtungsweisend: Da BioWare die ganze Zeit nur davon spricht, dass noch „etwas Großes“ auf uns zukommt, werde ich jetzt den März geduldig abwarten und beobachten.

Ich frage mich, ob die Entwickler hier zu dick auftragen oder sie es schaffen, tatsächlich Story-Events ins Spiel zu bringen, die Neugier und Spannung erzeugen.

Das soll nämlich einen zentralen Kern von Anthem ausmachen: Eine Welt, die sich ständig erweitert, verändert und Neues bringt.

Fortnite als Vorbild: Bei Fortnite: Battle Royale funktioniert diese Art von Storytelling nämlich hervorragend. Jüngst hat sich noch die Karte von Fortnite wieder verändert und überall tauchten Risse auf. Sowas verfolgen die Spieler live mit, die Medien berichten über die verrückten Ereignisse, es entsteht ein Hype.

So etwas kann ich mir in der Welt von Anthem hervorragend vorstellen, die eh schon voller mystischer Grotten und Geheimnisse steckt.

In Fortnite rätseln Spieler ständig, wieso sich die Karte ändert. Sowas möchte Anthem auch.

The Division 2 hat im März Release

Spieler zweifeln zwischen The Division 2 und Anthem: Der März wird außerdem bedeutend für Anthem, da The Division 2 hier seinen Release hat.

Beide Spiele weisen starke Elemente eines Loot-Shooters auf und werden deshalb miteinander verglichen. Einige Spieler fragen sich, welches der beiden Spiele sie nun länger zocken möchten.

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Anthem vs. The Division 2: Welches Spiel lohnt sich für wen?

Deshalb ist es umso wichtiger, dass Anthem im März mit seinem Event-Ansatz punkten kann. Hier hätte BioWare eine Chance mit Anthem auch zum Release von The Division 2 relevant in den Medien zu sein und ein Stück Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

The Division 2 ist Anthem auf der Ferse und die Spiele buhlen um Aufmerksamkeit.

Was passiert im Idealfall für Anthem?

Das ist der Idealfall: BioWare wird halten, was sie nun schon seit Monaten versprechen. Anthem hat eine lange, spannende Geschichte, mit tollen Events. Die Medien berichten über die neuesten Ereignisse um etwa den Klauninchen Detektiv Hoppel oder die neuen Machenschaften der Dominion.

Die Spieler haben Spaß mit den Content-Häppchen und freuen sich über neue Strongholds, Missionen und Story. Die Spieler sehen da erst mal über technische Probleme hinweg.

Das ist der schlimmste Fall: BioWare kann die Erwartungen nicht erfüllen. Die Events bringen wenig Neues ins Spiel und sind für Spieler langweilig. Der Titan, der in der Demo gezeigt wurde, kam schon eher nicht so gut an.

Wobei BioWare hier anmerkte, dass dieser nur ein Teaser sei. Der zugefügte Content sorgt für fiese Bugs, die immer wieder gefixt werden müssen und frustrieren. Anthem geht unter und hat nur für kurzweiligen Spielspaß gesorgt.

Das ist das Mittelding: Die Events sind nicht von überragender Natur, halten aber bei Laune. Es bildet sich ein harter Kern von Spielern, der Anthem für Jahre begleitet und unterstützt.

Von hier kann BioWare aufbauen und Anthem, in der Natur eines Live-Service-Games immer besser machen und nach hinten heraus gewinnen.

Im Idealfall hat Anthem für viele Jahre coolen Event-Content, der Spieler glücklich macht.

Was sagt Ihr? Ist der März so bedeutend für Anthem wie ich ihn empfinde?

Unser Autor Schuhmann beschreibt hier, warum ihm Anthem derzeit Freude bereitet. Auch er ist gespannt, ob Anthem ihm langfristig Spielfreude bereitet:

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